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Regionalplan
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Begründung zu II. - Raumstruktur

Begründung zu 2:
Ökologische Erfordernisse für die Entwicklung der Region und ihrer Teilräume


Begründung zu 2.3


Waldflächen, extensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen, regionale Grünzüge und Trenngrünbereiche, naturnah rekultivierte Abbauflächen und naturnahe Landschaftsbestandteile sind wegen ihrer ökologischen Ausgleichwirkungen besonders für die Regionsbereiche mit stärkeren Belastungen bzw. intensiverer Siedlungsentwicklung und Nutzungsüberlagerungen sowie Strukturveränderungen unersetzlich. Sie sollen deshalb erhalten und soweit möglich und erforderlich entwickelt oder verbessert werden.

Der Wald ist von besonderer Bedeutung für den Naturhaushalt; er ist wesentlicher Teil der natürlichen Lebensgrundlagen. Die Erhaltung der Waldflächen, vor allem in den im Ziel genannten Räumen, ist von großer ökologischer Bedeutung. Standortgemäße Wälder haben einen sehr hohen ökologischen Wirkungsgrad. Ein herausragendes Ziel ist deshalb ihre Bewahrung oder Wiederherstellung.

Regionale Grünzüge und Trenngrünbereiche sind wegen ihrer Mischung von land- und forstwirtschaftlichen Flächen und naturnahen Landschaftsbestandteilen in unmittelbarer Siedlungsnähe sehr wertvolle ökologische Ausgleichs- und Erholungsflächen. Da sie dem Siedlungsdruck besonders ausgesetzt sind, ist ihre Erhaltung vorrangig erforderlich. Naturnah rekultivierte Abbauflächen können als ungestörte Biotope neben anderen naturnahen Land-schaftsbestandteilen einen hohen ökologischen Wirkungsgrad erzielen. Da es sich oft um kleinere Flächen handelt, besteht der besondere Wert in ihrer meist kleinräumigen ökologi-schen Ausgleichsfunktion.

Je vielfältiger die Ausstattung der intensiver genutzten Räume mit naturnahen Flächen ist, desto größer ist ihr ökologischer Wirkungsgrad. Die Erhaltung naturnaher Landschaftsbestandteile und naturnah rekultivierter Abbauflächen ist deshalb hier besonders notwendig. Sämtliche sich bietenden Möglichkeiten zur Erhaltung von Flächen mit ökologischen Ausgleichsfunktionen sollten, z. B. im Rahmen der Bauleitplanung, der Flurbereinigung und durch Unterschutzstellung sowie bei sonstigen Planungen und Maßnahmen, ausgeschöpft werden.

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