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Regionalplan
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Begründung zu III. - Bevölkerung und Arbeitsplätze

Begründung zu 1:
Entwicklung der Bevölkerung 


Begründung zu 1.1


Ein Hauptproblem der Region ist die negative Bevölkerungsentwicklung. Die Einwohnerzahl ist seit 1970 rückläufig. Sie verringerte sich seitdem von 536443 um 35775 auf 500668 Einwohner im Jahr 1984. Nach der Status-quo-Prognose des Landesentwicklungsprogramms (Begründungsteil) wird die Bevölkerungszahl bis 1990 auf 482700, bis 1995 auf 470100 zurückgehen. Nach den anzustrebenden Richtwerten soll der Rückgang bis 1990 auf 485000 bis 495000 begrenzt werden.
Zwischen den Teilräumen der Region verlief die Entwicklung unterschiedlich. Über 90 Prozent des Verlustes entfallen auf den Norden und Osten, wobei die Mittelbereiche Hof mit rund 13000, Marktredwitz/Wunsiedel mit rund 9200, Münchberg mit rund 6000 und Selb mit rund 4800 Einwohnern betroffen sind. Die Mittelbereiche Kulmbach mit einem Verlust von rund 5000 und Pegnitz mit rund 1100 Einwohnern konnten sich besser behaupten. Eine Ausnahme nimmt der Mittelbereich Bayreuth mit einem Zuwachs von rund 3300 Personen ein, wobei der Anstieg im Nahbereich Bayreuth sogar rund 4600 Einwohner betrug.

Der anhaltende Bevölkerungsverlust erschwert die Erhaltung und den Ausbau der vorhande-nen Wirtschafts- und Infrastruktur und hat negative Auswirkungen auf das Image der Region. Die rückläufige Bevölkerungsentwicklung kann zu einer ernsten Gefahr für die Aufrechterhal-tung einer angemessenen Infrastrukturversorgung werden, weil sinkende Auslastungsgrade statt der erwünschten Verbesserung eine Ausdünnung der lnfrastruktureinrichtungen herbei-führen können. Eine Abschwächung der starken Bevölkerungsverluste ist deshalb für die Region von entscheidender Bedeutung. Die sich verstärkenden Entwicklungsdifferenzen zwischen den Teilräumen entsprechen nicht den regionalplanerischen Zielvorstellungen, nach denen eine ausgewogene Bevölkerungsverteilung und -entwicklung angestrebt wird.

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