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Regionalplan
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Begründung zu III. - Bevölkerung und Arbeitsplätze

Begründung zu 1:
Entwicklung der Bevölkerung 


Begründung zu 1.2


Der Einwohnerrückgang wird überwiegend durch die natürliche Bevölkerungsentwicklung bewirkt. Zwischen 1970 und 1984 betrug der Sterbefallüberschuss rund 32300 Personen. Die Region hat neben der Region München die niedrigste Geburtenrate und mit Abstand die höchste Sterberate in Bayern. Dies ist auf die ungünstige Altersstruktur zurückzuführen, wobei der Anteil der über 65jährigen wiederum der höchste aller Regionen ist. Der Norden und der Osten der Region zählen zu den besonders problematischen Gebieten.

Der negative Wanderungssaldo mit rund 3600 Einwohnern zwischen 1970 und 1984 ist dem-gegenüber relativ gering.
Ansätze einer Umorientierung sind erkennbar. 1978 wurden erstmals seit 1973 wieder Wan-derungsgewinne erreicht. Sie setzten sich bis 1981 und 1983 fort.

Da bei den Abwandernden jüngere, bei den Zuwandernden dagegen ältere Personen über-wiegen, ergibt sich ein Umschichtungsprozess, der zwangsläufig die anhaltenden Sterbefallüberschüsse verstärkt. Eine Wanderungsmotivuntersuchung der Regierung von Oberfranken in den Jahren 1976 und 1977 belegt, dass jüngere Altersgruppen die Region vorwiegend aus beruflichen Gründen verlassen, während ältere Personen hauptsächlich aus privaten oder familiären Gründen zuziehen. Besonders der Norden und Osten der Region müssen aber auch für die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter attraktiver werden, um Abwanderungen zu vermindern, vor allem aber um verstärkt Rückwanderungen nach der Berufsausbildung und Zu-züge von außerhalb zu induzieren. Durch verstärkte Verbesserung der Lebens- und Arbeits-bedingungen müssen daher die Voraussetzungen für eine Umlenkung der Wanderungsströme erreicht werden. Vorrangig wären eine Steigerung der Wanderungsgewinne gegenüber dem außerbayerischen Bundesgebiet, ihre Ausdehnung auf die jüngeren Altersgruppen und eine Verringerung der innerbayerischen Wanderungsverluste.

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