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Regionalplan
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Begründung zu IV. - Entwicklungsachsen

Begründung zu 3.1:


Maßnahmen zur Verbesserung der wasserwirtschaftlichen Verhältnisse sind eine wesentliche Voraussetzung für die weitere Siedlungs- und Wirtschaftsentwicklung, insbesondere in den Bereichen entlang der Entwicklungsachsen, wo diese den stark belasteten Gewässern folgen und sich hier auch zukünftig die stärkste Entwicklung vollziehen soll.

Schwierigkeiten bereiten in vielen Bereichen jedoch die disperse Siedlungsstruktur und insbe-sondere im Norden viele Gewerbe- und Industriebetriebe mit oft schwierig zu reinigendem Abwasser. Hinzu kommen kleine Einzugsgebiete und die fehlende Speicherfähigkeit des Un-tergrunds, die an den meisten Vorflutern der Region extrem geringe Niedrigabflüsse in den Sommermonaten bewirken. Die Sanierungsmaßnahmen sollen die Zielvorstellungen des Naturschutzes und der Landschaftspflege hinsichtlich Sicherung und Optimierung insbesondere in der Aue des Roten Mains oberhalb von Bayreuth, in den Talräumen der Pegnitz, der Saale unterhalb von Hof sowie der Röslau und der Kösseine unterstützen.

Vor allem im Bereich der Entwicklungsachse von überregionaler Bedeutung Bayreuth-Kulmbach-(Region Oberfranken-West), wo der Siedlungsdruck entsprechend groß ist, ist auch die Freihaltung und Sicherung natürlicher Rückhalteräume erforderlich, die zu einer Verzögerung von Hochwasserabflüssen beitragen. Damit wird die ökologische Wirksamkeit des Talraums, aber auch seine Erholungsfunktion gestärkt.

Ziel des Landesentwicklungsprogramms hinsichtlich der Gewässerreinhaltung ist es, überall möglichst Güteklasse II (mäßig belastet) zu erreichen und diese bzw. besseren Güteklassen zu erhalten. Auf Grund der geringeren Belastbarkeit der nordbayerischen Gewässer müssen die kommunalen Abwasseranlagen teilweise noch erweitert werden, um die verschärften ge-setzlichen Anforderungen einhalten zu können.

Entlang der im Ziel aufgeführten Achsenabschnitte fließen die Sächsische Saale, der Rote Main, die Röslau und die Kösseine sowie die Selb, die überwiegend in die Güteklassen II-III und teilweise III eingestuft sind (Gewässergütekarte Bayern, Stand: Dezember 1995).

Aufgrund der hydrogeologischen Verhältnisse verfügt die Region über vergleichsweise wenige für die Trinkwasserversorgung geeignete Grundwasservorkommen. Durch die Zuleitung von Trinkwasser aus der Talsperre Mauthaus und die Reserven des Erkundungsgebiets Steinachtal (Region Oberfranken-West) kann die Trinkwasserversorgung mittelfristig als gesichert angesehen werden. Zur langfristigen Deckung des Bedarfs im Norden und Nordosten der Regi-on ist im Bereich des Abschnitts Hof-Rehau-Selb der Entwicklungsachse von überregionaler Bedeutung eine Fernwasserleitung vorgesehen.
Zur weiteren Vernetzung und zur Beseitigung von Engpässen dient auch die zwischen Münchberg und Helmbrechts vorgesehene Leitung, die die Entwicklungsmöglichkeiten im Be-reich der regionalen Achse verbessert.
In Zukunft sollte jedoch der Sicherung und Sanierung lokaler Wasservorkommen und der Durchführung von Wassersparkonzepten größere Bedeutung zugemessen werden.

Der Standortsicherungsplan für Wärmekraftwerke hält die Möglichkeit offen, im Unterzentrum Arzberg ein weiteres Wärmekraftwerk zu errichten. Sofern ein entsprechender Ausbau erfolgt, müssen im Hinblick auf die Gewässergüte und zum Ausgleich von Kühlwasserverlusten die wasserwirtschaftlichen Standortvoraussetzungen geschaffen werden.

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