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Termine & Events

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B - Fachliche Ziele


IV. Gewerbliche Wirtschaft
1 Allgemeines
Die Wirtschaftskraft der Region soll durch Stärkung der regionalen und sektoralen Wirtschaftsstruktur verbessert werden. Die Wiederaufnahme der traditionellen Wirtschaftsbeziehungen zu Partnern in den neuen Bundesländern und in der Tschechischen Republik soll den Unternehmen in der Region erleichtert werden; dies gilt auch für Kooperationen (Joint Ventures) und für die Übernahme von Betrieben, die von Stillegung bedroht sind.*
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2 Regionale Wirtschaftsstruktur
Die regionale Wirtschaftsstruktur soll vordringlich und gleichwertig verbessert werden. Im Norden und Osten der Region soll neben der Stärkung der Betriebe auf eine weitere Auflockerung der Branchenstruktur hingewirkt werden; dabei soll insbesondere die Schaffung wirtschaftsnaher Dienstleistungen angestrebt werden.
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2.1 Arbeitsplatzangebot
In allen Teilen der Region soll eine Ausweitung des Arbeitsplatzangebots angestrebt werden. Insbesondere soll auf eine weitere qualitative Verbesserung der Arbeitsplätze, vor allem im Dienstleistungsbereich, hingewirkt werden.

Im einzelnen sollen folgende Verbesserungen angestrebt werden:
  - im Mittelbereich Bayreuth die Stärkung des Oberzentrums Bayreuth als Schwerpunkt der Beschäftigung im Dienstleistungsbereich sowie die Vermehrung und weitere qualitative Verbesserung industrieller Arbeitsplätze;
- im Mittelbereich Hof die Stärkung des Oberzentrums Hof durch Ausbau als Handelszentrum und Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich sowie verstärkte Branchendifferenzierung;
- im Mittelbereich Kulmbach eine quantitative und vor allem qualitative Anreicherung der Arbeitsplatzstruktur;
- im Mittelbereich Marktredwitz/Wunsiedel eine Verbreiterung und Differenzierung des Arbeitsplatzangebots durch Auffächerung der Branchenstruktur und Verstärkung des Dienstleistungsbereichs;
- im Mittelbereich Münchberg eine Branchendifferenzierung und qualitative Verbesserung der Arbeitsplatzstruktur;
- im Mittelbereich Pegnitz ein Ausgleich des Nachholbedarfs an wohnortnahen industriellen Arbeitsplätzen;
- im Mittelbereich Selb eine Verbreiterung und Differenzierung des Arbeitsplatzangebots durch Auffächerung der Branchenstruktur und Verstärkung des Dienstleistungsbereichs.
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2.2 Wirtschaftsnahe Infrastruktur

Die wirtschaftliche Attraktivität der Oberzentren Bayreuth und Hof soll weiter gestärkt werden. In allen Teilen der Region, insbesondere im ehemaligen Zonenrandgebiet, soll durch den weiteren Ausbau einer leistungsfähigen Infrastruktur die Möglichkeit für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung eröffnet werden.

Dabei sollen:

  - geeignete gewerbliche Flächen gesichert und für konkrete Ansiedlungs-, Verlagerungs- sowie Erweiterungsvorhaben erschlossen werden;
- insbesondere die überregionale Verkehrsanbindung der Industrie- und Gewerbestandorte nach Norden, Westen und Osten verbessert werden;
- beim Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur in den Fremdenverkehrsgebieten der Region die landschaftsprägenden Strukturen besonders berücksichtigt werden.
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3 Sektorale Wirtschasftsstruktur
Eine ausgewogene sektorale Wirtschaftsstruktur soll in der gesamten Region, insbesondere im Norden und Osten, angestrebt werden.
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3.1 Gewinnung, Sicherung und Erkundung von Bodenschätzen

Die Bodenschätze der Region sollen für eine nachhaltige regionale und überregio­nale Rohstoffver­sorgung erkundet, gesichert und bedarfsorientiert erschlossen wer­den. Auf eine sparsame Ver­wendung soll hingewirkt werden.

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3.1.1 Rohstoffsicherung

Zur Sicherung der Versorgung mit volkswirtschaftlich wichtigen Rohstoffen werden folgende La­gerstätten als Vorrang- und Vorbehaltsgebiete ausgewiesen. Ihre Lage und Abgrenzung bestimmen sich aus Karte 2 "Siedlung und Versorgung", die Bestandteil des Regionalplans ist.

In den Vorranggebieten soll der Gewinnung von Bodenschätzen Vorrang vor anderen Nutzungen eingeräumt werden.

In den Vorbehaltsgebieten soll der Gewinnung von Bodenschätzen unter Ab­wä­gung mit an­deren Nutzungsansprüchen besonderes Gewicht beigemessen wer­den.

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3.1.1.1 Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für Braunkohle

Vorranggebiet:

  • BK 1 Schirnding (Markt Schirnding, Lkr. Wunsiedel i. Fichtelgebirge)
 

Vorbehaltsgebiet:

  • BK 2a,b Schirnding (Markt Schirnding, Lkr. Wunsiedel i. Fichtelgebirge)
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3.1.1.2 Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für Ölschiefer

Vorranggebiet:

  • OS 1 Mistelgau (Gemeinde Mistelgau, Lkr. Bayreuth)

Vorbehaltsgebiet:

  • OS 2 Lenz-Nord (Gemeinde Mistelgau, Lkr. Bayreuth)
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3.1.1.3 Vorbehaltsgebiet für Schwerspat

  • BA 1 Warmensteinach (Gemeinde Warmensteinach, Lkr. Bayreuth)
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3.1.1.4 Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für Farberde

Vorranggebiete:

  • FA 1 Troschenreuth-Nord (Stadt Pegnitz, Lkr. Bayreuth)
  • FA 2 Troschenreuth-Süd (Stadt Pegnitz, Lkr. Bayreuth)

Vorbehaltsgebiet:

  • FA 3 Troschenreuth-Nordost (Stadt Pegnitz, Lkr. Bayreuth)
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3.1.1.5 Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für Kaolin

Vorranggebiet:

  • KA 1a,b Neuhaus (Stadt Creußen, Lkr. Bayreuth)

Vorbehaltsgebiet:

  • KA 2 Neuhaus (Stadt Creußen und Gemeinde Prebitz, Lkr. Bayreuth)
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3.1.1.6 Vorranggebiet für Dachschiefer

  • SF 1  Lotharheil (Gemeinde Geroldsgrün und gemeindefreies Gebiet, Lkr. Hof)
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3.1.1.7 Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für Ton/Spezialton

Vorranggebiete:

  • TO 1 Schirnding (Markt Schirnding, Lkr. Wunsiedel i. Fichtelgebirge)
  • TO 2 Seedorf (Markt Schirnding, Lkr. Wunsiedel i. Fichtelgebirge)
  • TO 3 Mistelgau (Gemeinde Mistelgau, Lkr. Bayreuth)

Vorbehaltsgebiete:          

  • TO 4a,b Schirnding (Markt Schirnding, Lkr. Wunsiedel i. Fichtelgebirge)
  • TO 5 Seedorf (Markt Schirnding und Stadt Arzberg, Lkr. Wunsiedel i. Fich­telgebirge)
  • TO 6 Lehen-Südost (Markt Weidenberg, Lkr. Bay­reuth)
  • TO 7 Lenz-Nord (Gemeinde Mistelgau, Lkr. Bayreuth)
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3.1.1.8 Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für Speckstein und Talkschiefer

Vorranggebiete:

  • TK 1 Tauperlitz (Gemeinde Döhlau, Lkr. Hof)
  • TK 2 Wurlitz (Stadt Rehau, Lkr. Hof)

Vorbehaltsgebiete:

  • TK 3 Berthardsruhe (Stadt Wunsiedel und Markt Thiersheim, Lkr. Wunsiedel i. Fich­telgebirge)
  • TK 4 Göpfersgrün (Stadt Wunsiedel, Lkr. Wunsiedel i. Fich­telgebirge)
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3.1.1.9 Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für Diabas

Vorranggebiete:

  • DB 1 Hadermannsgrün (Gemeinde Berg, Lkr. Hof)
  • DB 2 Scharten (Gemeinde Köditz, Lkr. Hof)
  • DB 3 Köditz (Gemeinde Köditz, Lkr. Hof)
  • DB 4 Vierschau (Gemeinde Regnitzlosau, Lkr. Hof)
  • DB 5 Stadtsteinach (Stadt Stadtsteinach, Lkr. Kulmbach)
  • DB 6a,b Kupferberg (Stadt Kupferberg, Markt Ludwigschorgast und Ge­meinde Gutten­berg, Lkr. Kulmbach)
  • DB 7 Bad Berneck i. Fichtelgebirge (Stadt Bad Berneck i. Fichtelgebirge, Lkr. Bay­reuth)
  • DB 8 Escherlich (Stadt Bad Berneck i. Fichtelgebirge, Lkr. Bay­reuth)
  • DB 9 Stadtsteinach-Süd (Stadt Stadtsteinach, Lkr. Kulmbach)

Vorbehaltsgebiete:

  • DB 10 Marxgrün (Städte Naila und Lichtenberg und Markt Bad Steben, Lkr. Hof) *
  • DB 11 Hadermannsgrün-Nord (Gemeinde Berg, Lkr. Hof)
  • DB 12 Kupferberg (Stadt Kupferberg und Markt Ludwigschorgast, Lkr. Kulmbach)

* Die Verbindlicherklärung wurde auf Grund anhängiger Genehmigungsverfahren zurückgestellt      

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3.1.1.10 Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für Granit

Vorranggebiete:

  • GR 1 Kirchenlamitz-Nordost (gemeindefreies Gebiet, Lkr. Hof)
  • GR 2a,b Kirchenlamitz-Südwest (Stadt Kirchenlamitz, Lkr. Wunsiedel i. Fich­telge­birge)
  • GR 3 Reinersreuth (Markt Sparneck, Lkr. Hof)
  • GR 4 Weißenstadt-Nord (gemeindefreies Gebiet, Lkr. Wunsiedel i. Fichtelge­birge)
  • GR 5 Marktleuthen-Ost (Stadt Marktleuthen, Lkr. Wunsiedel i. Fichtelgebirge)
  • GR 6 Tröstau-West (gemeindefreies Gebiet, Lkr. Wunsiedel i. Fichtelgebirge)
  • GR 7 Kössain (Stadt Waldershof und gemeindefreies Gebiet, Lkr. Tir­schenreuth)

Vorbehaltsgebiete:

  • GR 8 Kössain (gemeindefreies Gebiet, Lkr. Wunsiedel i. Fichtelgebirge)
  • GR 9 Garmersreuth (Stadt Arzberg, Lkr. Wunsiedel i. Fichtelgebirge)
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3.1.1.11 Vorranggebiete für Kalkstein/Dolomit

  • CA 1 Azendorf (Markt Kasendorf, Lkr. Kulmbach
  • CA 2 Schönfeld (Stadt Hollfeld, Lkr. Bayreuth)
  • CA 3 Hohenmirsberg-Nord (Stadt Pottenstein,  Lkr. Bayreuth)
  • CA 4 Hohenmirsberg-Süd (Stadt Pottenstein,  Lkr. Bayreuth)
  • CA 5 Azendorf-Ost (Markt Kasendorf, Lkr. Kulmbach)
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3.1.1.12 Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für Sandstein

Vorranggebiete:

  • SS 1 Forkendorf-Süd (Stadt Bayreuth und Gemeinde Gesees, Lkr. Bayreuth)
  • SS 2 Bocksrück (Gemeinde Haag, Lkr. Bay­reuth)
  • SS 3 Neumühle (Stadt Creußen, Lkr. Bayreuth)
  • SS 4 Pechgraben-Nord (Gemeinde Neudrossenfeld, Lkr. Kulmbach)
  • SS 6 Neumühle-Ost (Stadt Creußen, Lkr. Bayreuth)

Vorbehaltsgebiete:

  • SS 5 Dörnhof (Stadt Bayreuth)
  • SS 7 Heidelmühle (Gemeinde Neudrossenfeld, Lkr. Kulmbach)
  • SS 8 Pechgraben-Süd (Gemeinde Neudrossenfeld, Lkr. Kulmbach)
  • SS 9 Heinersgrund (Gemeinde Bindlach, Lkr. Bayreuth)
  • SS 10 Forkendorf-Nord (Stadt Bayreuth)
  • SS 11 Forkendorf-Süd (Gemeinde Gesees, Lkr. Bay­reuth und Stadt Bayreuth)
  • SS 12 Dörnhof (gemeindefreies Gebiet, Lkr. Bayreuth)

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3.1.1.13 Vorranggebiete für Sand und Kies

  • SD/KS 1 Schwarzach b. Kulmbach (Gemeinde Mainleus, Lkr. Kulmbach)
  • SD/KS 2 Mainleus-Südost (Gemeinde Mainleus, Lkr. Kulmbach)

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3.1.1.14 Vorbehaltsgebiete für Gips/Anhydrit
  • GI 1 Rugendorf (Gemeinde Rugendorf, Lkr. Kulmbach)
  • GI 2 Erdelberg (Markt Weidenberg, Lkr. Bayreuth)
  • GI 3 Weidenberg-West (Markt Weidenberg und Gemeinde Seybothenreuth, Lkr. Bayreuth)

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3.1.2 Rohstoffgewinnung

3.1.2.1 Der Abbau soll auf die in Karte 2 "Siedlung und Versorgung" ausgewiesenen Vor­-rang- und Vorbehaltsgebiete konzentriert werden.
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3.1.2.2 Bei Erweiterungen außerhalb der ausgewiesenen Vorrang- und Vorbehaltsge­biete soll auf eine landschaftspflegerische Ausgestaltung und Rekultivie­rung der gesamten Abbaustätte hin­gewirkt werden.

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3.1.2.3 Bei allen Abbaumaßnahmen soll auf Abbau und Rekultivierung nach einem zeitlichen und räumlichen Gesamtkonzept sowie auf einen voll­ständigen Ab­bau bis zur größtmöglichen Abbautiefe und -fläche und eine schnellstmögliche Rekultivierung hinge­wirkt werden.

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3.1.3 Nachfolgenutzung

Die abgebauten Flächen sollen, wo dies sinnvoll und mit vertretbarem Aufwand realisierbar ist, wieder der vorherigen Nutzung zugeführt und entsprechend rekultiviert werden. Sofern dies nicht möglich ist, soll auf eine Nachfolgenutzung mit deutlicher räumlicher Trennung entsprechend folgender Tabelle hingewirkt werden:

Vorrang-
gebiete
Landwirt-
schaft
Forstwirt-
schaft
Ökologische Aus-
gleichsfläche/Biotop
Sportfischerei Erholung
BK 1 x x
ÖS 1 x x
FA 1 x
FA 2 x
KA 1a,b x
SF 1 x x
TO 1 x x
TO 2 x x x
TO 3 x x
TK 1 x
TK 2 x
Db 1 x
Db 2 x
Db 3 x x
Db 4 x x
Db 5 x x
Db 6a,b x x
Db 7 x x
Db 8 x x
Db 9 x x
GR 1 x x
GR 2a,b x x
GR 3 x x
GR 4 x
GR 5 x x
GR 6 x
GR 7 x x
CA 1 x
CA 2 x
CA 3 x x
CA 4 x
CA 5 x
SS 1 x x
SS 2 x x
SS 3 x x
SS 4 x
SS 6 x
SD/KS 1 x x
SD/KS 2 x x x

Für die Vorbehaltsgebiete werden folgende Nachfolgenutzungen festgesetzt:

Vorbehalts-
gebiete
Landwirt-
schaft
Forstwirt-
schaft
Ökologische Aus-gleichsfläche/Biotop Sportfischerei Erholung
BK 2a,b x
ÖS 2 x
BA 1 x
TO 4a,b x
TO 5 x
TO 7 x
DB 12 x
GR 8 x x
SS 7 x x
SS 8 x
SS 10 x x
SS 12 x
GI 3 x

 

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3.2 Industrie
3.2.1

Die mittelständische Betriebsgrößenstruktur der Industrie soll erhalten, die Branchenstruktur verbreitert und ergänzt werden. Der Zugang der Industriebetriebe zur technologischen Entwicklung soll weiter verbessert werden; insbesondere soll auf diesem Gebiet eine verstärkte Zusammenarbeit mit Betrieben und wissenschaftlichen Einrichtungen an Hochschulen in Thüringen, Sachsen und der Tschechischen Republik angestrebt werden.

Die Bodenschätze der Region sollen für eine langfristige regionale und soweit möglich überregionale Rohstoffversorgung erkundet, gesichert und bedarfsorientiert erschlossen werden. Auf eine sparsame Verwendung soll hingewirkt werden. Auf die Substitution von Kies durch gebrochenen Naturstein soll verstärkt hingewirkt werden.

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3.2.2

Die Voraussetzungen für die Ansiedlung von Industriebetrieben sollen vor allem in den zentralen Orten und in den Gemeinden im Verlauf der Entwicklungsachsen geschaffen werden, denen regionalplanerische Funktionen im Bereich der gewerblichen Entwicklung zugewiesen werden.

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3.3 Handwerk
3.3.1

Die Handwerksbetriebe sollen in allen Teilräumen der Region eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung und der gewerblichen Wirtschaft mit Waren und Dienstleistungen bieten und vielfältige Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten bereitstellen.

Insbesondere soll darauf hingewirkt werden, dass

  • die Leistungskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Handwerksbetriebe durch Rationalisierung, Modernisierung und Anpassung an die wirtschaftliche und technische Entwicklung weiter gestärkt werden;
  • die Existenzgründung von Nachwuchskräften unterstützt wird;
  • der betriebswirtschaftliche und technische Beratungsdienst weiter ausgebaut wird;
  • der Zugang zur technologischen Entwicklung verbessert wird;
  • die zwischenbetriebliche Zusammenarbeit und die Tätigkeit des Handwerks als wichtiger Zulieferer der Industrie gestärkt werden;
  • die Aus- und Fortbildung, insbesondere in den handwerklichen Ausbildungsstätten in den Oberzentren Bayreuth und Hof sowie im Mittelzentrum Selb, der Entwicklung angepasst werden.
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3.3.2

Zur Ansiedlung verbraucherorientierter Handwerksbetriebe sollen verstärkt wohngebietsnahe Gewerbeflächen bereitgestellt werden. Bestehende Handwerksbetriebe sollen durch die Ausweisung von Wohngebieten nicht verdrängt werden. Soweit Betriebsverlagerungen erforderlich sind, sollen geeignete Ersatzflächen bereitgestellt werden. Dabei sollen auch die infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen und ausgebaut werden. 

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3.4 Handel
3.4.1

In allen Teilen der Region soll auf die Sicherstellung einer ausreichenden Warenversorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft durch den Handel hingewirkt werden. 

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3.4.2

Der Ausbau der Handelseinrichtungen soll insbesondere zur Stärkung zentraler Orte sowie zur Verbreiterung des Arbeitsplatzangebots beitragen. Die städtebaulichen und infrastrukturellen Voraussetzungen dafür sollen verbessert werden. 

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3.4.3

Es soll darauf hingewirkt werden, dass eine ausreichende Vielfalt an mittelständischen Handelsbetrieben in der Region erhalten bleibt.

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3.5 Fremdenverkehrswirtschaft
3.5.1

Auf die Belange des Fremdenverkehrs in der Region soll bei allen raumbedeutsamen Maßnahmen, insbesondere bei der notwendigen Weiterentwicklung des produzierenden Gewerbes in den Fremdenverkehrsgebieten und den angrenzenden Gebieten der Region, Rücksicht genommen werden. 

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3.5.2

Der Fremdenverkehr in den Gebieten Fichtelgebirge mit Steinwald, Fränkische Schweiz mit Veldensteiner Forst und Frankenwald soll gesichert und seine Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Insbesondere soll angestrebt werden, dass

  • im Fichtelgebirge und im Steinwald die Qualität der gastronomischen Einrichtungen verbessert und die Voraussetzungen für eine längere Aufenthaltsdauer der Gäste geschaffen werden;
  • in der Fränkischen Schweiz mit Veldensteiner Forst auf eine qualitative Verbesserung und Ergänzung der Einrichtungen zur Verlängerung der Sommersaison hingewirkt wird;
  • im Frankenwald Anzahl und Qualität der gastronomischen Einrichtungen verbessert und auf saisonverlängernde Maßnahmen hingewirkt wird.
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3.5.3

Das Staatsbad Bad Steben, das Heilbad Bad Alexandersbad und das Kneipp-Heilbad Bad Berneck i. Fichtelgebirge sollen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit weiter gestärkt werden.

Dazu soll neben der Zusammenarbeit der oberfränkischen Bäder untereinander insbesondere auf eine Kooperation mit den Heilbädern in Böhmen, Sachsen und Thüringen sowie mit dem im Aufbau befindlichen Sibyllenbad Neualbenreuth hingewirkt werden.

Dasselbe gilt für die staatlich anerkannten Luftkurorte und Erholungsorte in der Region. 

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3.5.4

In den Oberzentren, möglichen Oberzentren sowie in den Mittelzentren soll eine Intensivierung des Städtetourismus und des Geschäftsreiseverkehrs angestrebt werden.

Es soll darauf hingewirkt werden, die Einrichtungen zur Veranstaltung von Tagungen und Kongressen zu erweitern und verstärkt zu nutzen sowie insbesondere in den grenznahen Gemeinden der Region weitere Hotelbetriebe gehobener Qualität zu errichten.  

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3.5.5

Es soll darauf hingewirkt werden, dass der Urlaub auf dem Bauernhof insbesondere in den Fremdenverkehrsgebieten ausgebaut und entwickelt wird.  

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* von der Rechtsverbindlichkeit ausgenommen