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Regionalplan
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B - Fachliche Ziele


I. Natur und Landschaft
1 Landschaftliches Leitbild
1.1 In der Region soll die Vielfalt bäuerlicher Kultur- und Siedlungslandschaften neben gewerblich-industriell geprägten Wirtschaftsräumen erhalten bleiben.
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1.2 Die typischen Landschaftsräume, insbesondere Fichtelgebirge, Frankenwald, Fränkische Schweiz mit Veldensteiner Forst und Steinwald, sollen unter besonderer Berücksichtigung der Funktionsfähigkeit und Belastbarkeit des Naturhaushalts, der charakteristischen Landschaftsbilder und der Erholungseignung erhalten, pfleglich genutzt und soweit möglich entwickelt werden.

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1.3 Zur siedlungsnahen Erholung, Gliederung von großflächigen und teilweise bandartigen Siedlungsgebieten und zur Klimaverbesserung sollen unter Berücksichtigung landwirtschaftlicher, wasserwirtschaftlicher und ökologischer Belange i n s b e s o n d e r e * in folgenden Räumen regionale Grünzüge und Trenngrün erhalten und entwickelt werden:
- im Osten, Westen, Südwesten und Nordwesten des Oberzentrums Bayreuth;
- im Osten, Südwesten, Nordwesten und Norden des Oberzentrums Hof;
- im Osten, Südwesten und Westen des möglichen Oberzentrums Kulmbach;
- im Nordosten, Südwesten und Nordwesten des möglichen Oberzentrums Marktredwitz/Wunsiedel;
- im Südosten des Mittelzentrums Münchberg;
- im Süden und Nordwesten des Mittelzentrums Selb;
- im Osten*, Südwesten und Norden des möglichen Mittelzentrums Heimbrechts;
- im Osten und Südosten des Mittelzentrums Naila;
- im Südosten des möglichen Mittelzentrums Rehau;
- im Nordosten des Unterzentrums Arzberg;
- im Südwesten des Unterzentrums Schwarzenbach a. d. Saale;
- im Süden des Unterzentrums Stadtsteinach;
- im Osten und Süden des Kleinzentrums Feilitzsch/Trogen;
- im Süden und Westen des Unterzentrums Mainleus;
- im Süden und Westen des Unterzentrums Mainleus;
- im Süden und Norden des Kleinzentrums Oberkotzau
- im Westen und Nordwesten des Unterzentrums Selbitz;
- im Südwesten des Unterzentrums Weidenberg.

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1.4

Charakteristische naturnahe Biotope sollen in Funktion und Umfang gesichert, erhalten und soweit erforderlich gepflegt werden. Auf eine Vermehrung des Flächenanteils soll insbesondere in den Mittelbereichen Hof, Marktredwitz/Wunsiedel, Münchberg, Naila und Selb hingewirkt werden.

Eine Vernetzung von Biotopen beiderseits der ehemaligen innerdeutschen Grenze und der Grenze zur Tschechischen Republik soll angestrebt werden. Dabei soll durch Sicherungs- und Pflegemaßnahmen neben der Erhaltung und Verbesserung notwendiger Lebensräume gefährdeter Arten insbesondere die Entwicklung der Bestände regional bis landesweit bedeutsamer Arten angestrebt werden.

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2

Besondere Gewichtung von Natur und Landschaft -
Ausweisung landschaftlicher Vorbehaltsgebiete

In landschaftlichen Vorbehaltsgebieten kommt den Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege besonderes Gewicht zu. Als landschaftliche Vorbehaltsgebiete werden in den Naturräumen der Region die nachgenannten Gebiete ausgewiesen. Ihre Lage und Abgrenzung bestimmt sich aus Karte 3 "Landschaft und Erholung", die Bestandteil des Regionalplans ist.

- Im Mittelvogtländischen Kuppenland die Gebiete
Saaletal (1), Regnitztal (2) und Rehauer Forst (3).
- In der Münchberger Hochfläche die Gebiete
Lamitztal - Bärenholz (4), Untreubachtal (5), Pfaffenteiche (6), Rothenbachtal (7), Selbitztal (8), Tal der Sächsischen Saale (9), Haidberg (10) und Ölschnitztal (11).
- Im Obermainischen und Oberpfälzischen Hügelland die Gebiete
Kirchleuser Knock - Spitzberg (12), Patersberg (13), Metzdorfer Gründlein (14), Kessel bei Kulmbach (15), Unteres Rotmaintal (16), Schorgasttal, Trebgasttal und Weißmaintal (17), Hohe Warte - Maintalhang (18), Limmersdorfer Forst, Forst Neustädtlein a. Forst, Heinersreuther Forst (19), Roter Hügel - Oberpreuschwitz (20), Schloß Fantaisie (21), Oberes Rotmaintal und Eremitage (22), Sophienberg (23), Steinachtal, Kulm und Pensenberg bei Weidenberg (24), Bieberswöhrbachtal (25) und Gabellohe - Tauritzbach (26).
- Im Hohen Fichtelgebirge und in der Selb-Wunsiedler Hochfläche Teile der Gebiete
Naturpark Steinwald (27) und Naturpark Fichtelgebirge (28).
- Im Nordwestlichen Frankenwald Teile des Gebiets Naturpark Frankenwald (29).
- In der Nördlichen Frankenalb Teile des Gebiets Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst (30).

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3

Schutz der Landschaft

3.1 Naturschutzgebiete
Als Naturschutzgebiete sollen insbesondere festgesetzt werden:
- naturnahe Bestände der typischen Laubwaldgesellschaften im Nordwestlichen Frankenwald, auf der Selb-Wunsiedler Hochfläche, im Hohen Fichtelgebirge, im Obermainischen Hügelland und in der Nördlichen Frankenalb;
- naturnahe Gewässer im Mittelvogtländischen Kuppenland und im Hohen Fichtelgebirge;
- Übergangsmoore und Hochmoorreste im Hohen Fichtelgebirge und auf der Selb-Wunsiedler Hochfläche;
- Feuchtbiotope im Obermainischen und Oberpfälzischen Hügelland;
- ökologisch bedeutsame Bereiche und Arten-Bestände entlang der Regionsgrenze zu Thüringen.

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3.2 Naturdenkmäler und Landschaftsbestandteile
Als Naturdenkmäler und Landschaftsbestandteile sollen gesichert werden:
- geologische Aufschlüsse, Dolinen und Höhlen in der Nördlichen Frankenalb;
- alte und markante Bäume in allen Naturräumen;
- naturnahe Gewässer, insbesondere im Mittelvogtländischen Kuppenland, im Nordwestlichen Frankenwald, in der Selb-Wunsiedler Hochfläche und in der Nördlichen Frankenalb;
- Auwaldreste, insbesondere im Nordwestlichen Frankenwald, im Obermainischen Hügelland und in der Nördlichen Frankenalb;
- Nieder- und Übergangsmoore im Nordwestlichen Frankenwald, in der Münchberger Hochfläche, im Hohen Fichtelgebirge und in der Selb-Wunsiedler Hochfläche;
- Quellbereiche im Nordwestlichen Frankenwald, im Hohen Fichtelgebirge und in der Nördlichen Frankenalb;
- Feuchtflächen gem. Art. 6 d BayNatSchG in allen Naturräumen;
- Halbtrocken- und Trockenrasen sowie Felsheiden im Nordwestlichen Frankenwald, in der Selb-Wunsiedler Hochfläche und in der Nördlichen Frankenalb;
- Entnahmestellen mit natürlicher Vegetationsentwicklung, markante Feldgehölze und naturnahe Hecken in allen Naturräumen;
- Felsenbildungen, insbesondere im Hohen Fichtelgebirge;
- spezielle Biotope, die sich entlang der Landesgrenze zwischen Oberfranken und den Bundesländern Sachsen und Thüringen sowie der Tschechischen Republik entwickelt haben.

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3.3 Landschaftsschutzgebiete
Als Landschaftsschutzgebiete oder Schutzzonen in den Naturparken sollen festgesetzt werden:
- vielfältige, charakteristische Landschaften in den Naturparken, die für die Leistungsfähigkeit oder die Wiederherstellung des Naturhaushalts, das Landschaftsbild oder die Erholung von besonderer Bedeutung sind;
- ökologisch und gestalterisch wertvolle Flußlandschaften, insbesondere siedlungsfreie Talräume der Fließgewässer Eger, Ölschnitz, Röslau, Sächsische Saale (Oberlauf), Schorgast, Steinach bei Weidenberg und Tauritzbach;
- großflächige, bisher nicht oder nur gering beeinträchtigte Landschaftsräume bei Kirchleus im Nahbereich Kulmbach und Kirchenpingarten im Nahbereich Weidenberg sowie in den Naturparken Fichtelgebirge, Frankenwald, Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst und Steinwald;
- großflächige Waldgebiete in den Naturparken.

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3.4 Naturparke
In den Naturräumen Hohes Fichtelgebirge, Selb-Wunsiedler Hochfläche, Nordwestlicher Frankenwald und Nördliche Frankenalb sollen großräumige Gebiete als Naturparke mit Schutzzonen festgesetzt werden.

Sie sollen als vielfältige, weiträumige, lärmarme und erholungswirksame Landschaften erhalten, gepflegt und entwickelt werden. In ihnen sollen die folgenden Erhaltungs-, Pflege- und Entwicklungsziele vordringlich berücksichtigt werden:

Naturpark Fichtelgebirge und Naturpark Steinwald:
- Erhaltung vielfältiger regional und überregional bedeutsamer Erholungslandschaften.
- Anreicherung standortgemäßer Laubhölzer und Vermehrung der Mischwaldbestände.
- Erhaltung des typischen Landschaftscharakters mit Rodungsinseln, Waldwiesen und Wiesen- tälern;
Vermeidung von Aufforstungen in diesen Bereichen.
- Schutz und Erhaltung großer geschlossener Waldgebiete.
- Erhaltung von Hecken und Feldgehölzen und Ergänzung durch Neupflanzungen.
- Bewahrung vor Übererschließung.
- Vernetzung von Biotopen im Naturpark Fichtelgebirge mit den angrenzenden Gebieten der Tschechischen Republik.
Naturpark Frankenwald:
- Erhaltung des typischen Landschaftscharakters.
- Erhaltung typischer Talabschnitte als Wiesentäler und Schutz der Täler vor Aufforstungen sowie vor Neuanlagen von Fischteichen.
- Vermeidung der Aufforstung von Waldwiesen.
- Erhaltung der Waldgebiete unter Anreicherung standortgemäßer Laubhölzer, Vermehrung der Mischwaldbestände.
- Erhaltung von Hecken und Feldgehölzen sowie Ergänzung durch Neupflanzung oder natürliche Sukzession.
- Freihaltung und Sicherung naturnaher und unverbauter Bachläufe.
- Bewahrung vor Übererschließung.
- Vernetzung von Biotopen, Aufbau von Verbundsystemen sowie die langfristige Erhaltung und Entwicklung überlebensfähiger Bestände stark gefährdeter Arten im Naturpark Frankenwald mit den angrenzenden Bereichen Thüringens.
Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst:
- Erhaltung der außergewöhnlichen landschaftlichen Vielfalt der Juralandschaft, insbesondere ihres Reichtums an Hecken und des kleinräumigen Wechsels von Wald und Feld.
- Erhaltung der Waldflächen, insbesondere der Laub- und Mischwälder, sowie der Wacholderhänge und der Halbtrockenrasen.
- Schutz vor Aufforstungen im Bereich von Freiflächen, insbesondere von Wiesentälern und Waldwiesen.
- Erhaltung der Waldgebiete unter Anreicherung standortgemäßer Laubhölzer, Vermehrung der Mischwaldbestände.
- Freistellung typischer Felspartien.
- Bewahrung der Täler mit ihren naturnahen Fluss- und Bachläufen vor Veränderungen oder Eingriffen.
- Bewahrung vor Übererschließung.

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4

Erhaltung, Gestaltung und Pflege der Landschaft

4.1 im Siedlungsbereich
4.1.1 Landschaftlich wertvolle Bereiche sollen durch die Siedlungsentwicklung nicht beeinträchtigt werden. Die Begrenzung der Siedlungsentwicklung bestimmt sich aus Karte 2 "Siedlung und Versorgung" und Karte 3 "Landschaft und Erholung", die Bestandteil des Regionalplans sind.

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4.1.2 Ortsränder, Industrie- und Gewerbegebiete, insbesondere in den Naturparken und Fremdenverkehrsgebieten der Region, sollen gestaltet und in die Landschaft eingebunden werden.

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4.1.3 In den Siedlungsbereichen sollen die Talauen weitgehend als Freiräume erhalten werden.

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4.2 in der freien Landschaft
4.2.1 Exponierte Hänge und Kuppen sowie ökologisch wertvolle und erhaltenswerte Flächen, insbesondere in den Naturparken und Fremdenverkehrsgebieten, sollen von einer Bebauung freigehalten werden.

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4.2.2 Beim Abbau und bei der Rekultivierung von Rhätsandstein im Raum Bayreuth sollen eine Veränderung des Landschaftscharakters vermieden und die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie der Land- und Forstwirtschaft besonders berücksichtigt werden.

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4.2.3 Landschaftsschäden sollen vorrangig in den landschaftlichen Vorbehaltsgebieten beseitigt werden; die Biotopentwicklung soll dabei besonders berücksichtigt werden.

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4.2.4 In der Region soll bei Entnahmestellen besonders auf eine Biotopentwicklung hingewirkt werden.

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4.2.5 Die oberirdischen Fließgewässer, insbesondere Aufseß, Eger, Fichtelnaab, Kainach, Kössein, Main, Ölschnitz, Pegnitz, Perlenbach, Püttlach, Regnitz, Röslau, Roter Main, Sächsische Saale, Schorgast, Selb, Selbitz, Steinach, Trebgast, Truppach, Weißer Main, Wiesent und Wilde Rodach, sollen mit ihren Talräumen naturnah erhalten werden.
An den Fließgewässern soll auf die Erhaltung oder Wiederherstellung der Ufervegetation und des in deren Überschwemmungsbereich liegenden Grünlands hingewirkt werden.

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4.2.6 In allen Teilen der Region soll der Bestand an Feuchtgebieten nicht verringert werden.

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4.2.7 Talabschnitte ohne Straßen, Bebauung oder Versorgungsleitungen, insbesondere in den ausgewiesenen landschaftlichen Vorbehaltsgebieten, sollen weiterhin freigehalten werden.

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4.2.8 Bei der Anlage von Erholungseinrichtungen an geeigneten Gewässern, insbesondere in den Naturparken und Fremdenverkehrsgebieten der Region, soll besonders die Belastbarkeit des Naturhaushalts berücksichtigt werden.

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4.2.9 Intensiv landwirtschaftlich genutzte Fluren, vor allem im Mittelvogtländischen Kuppenland und auf der Selb-Wunsiedler Hochfläche sowie in Teilbereichen der Münchberger Hochfläche und im Obermainischen Hügelland, sollen durch Hecken und Feldgehölze vielfältiger gestaltet werden.

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4.2.10 Soweit Flächen aus der landwirtschaftlichen Nutzung ausscheiden, vor allem in den Naturparken Fichtelgebirge, Frankenwald und Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst, soll darauf hingewirkt werden, dass diese als naturnahe Regenerationsflächen für heimische Tier- und Pflanzenarten verwendet werden; Aufforstungen sollen nur erfolgen, soweit sie mit den Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie der Landeskultur vereinbar sind.

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4.2.11 Laubwälder und naturnahe Mischwälder sollen erhalten, größere Nadelholzbestände mit standortgemäßen Laubgehölzen angereichert werden. In den Steilhangbereichen der Täler soll in besonderem Maße ein naturnaher Waldaufbau erhalten oder angestrebt werden. Beim Wirtschaftswegebau soll besonders Rücksicht auf die Landschaft genommen werden. Schützenswerte Biotope und das Landschaftsbild sollen, insbesondere im nordwestlichen Frankenwald und in der nördlichen Frankenalb, nicht durch Aufforstungen beeinträchtigt werden.

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4.2.12 In allen Bereichen der Region sollen Hohlwege, Bachtäler und andere natürliche Geländeeinschnitte erhalten und nicht verfüllt werden.

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4.3 in besonderen Regionsteilen
4.3.1 Pflege- und Sanierungsmaßnahmen, die für die Erhaltung der Lebensräume von Tieren und Pflanzen in Naturschutzgebieten, bei Naturdenkmälern, Landschaftsbestandteilen oder Biotopen erforderlich sind, sollen insbesondere durchgeführt werden für
- Halbtrockenrasen, vorrangig in der Nördlichen Frankenalb;
- Wacholderhänge in der Nördlichen Frankenalb;
- bestimmte Sukzessionsstadien seltener Pflanzengesellschaften;
- naturnahe Teiche einschließlich angrenzender Feuchtbiotope;
- Standorte gefährdeter Tier- und Pflanzenarten.

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4.3.2 Im Osten und Süden des Mittelbereichs Hof und Südosten des Mittelbereichs Münchberg sollen
- zwischen Hof und der Landesgrenze an der Dreiländerecke das Regnitztal mit seiner land-schaftlichen Vielfalt erhalten und das Landschaftsbild in seiner Schönheit und Eigenart bewahrt werden;
- nordöstlich und südwestlich von Rehau der Rehauer Forst und das Bärenholz als großflächige Waldgebiete erhalten und auf eine Erhöhung des Laubholzanteils hingewirkt werden;
- zwischen Zell und Schwarzenbach a. d. Saale das ökologisch und landschaftlich wertvolle Tal der Sächsischen Saale erhalten und das reizvolle Landschaftsbild in seinem naturnahen Charakter bewahrt werden.

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4.3.3 Im Südosten und Nordwesten des Mittelbereichs Bayreuth und im Süden des Mittelbereichs Kulmbach sollen
- zwischen Fölschnitz und Lanzendorf, im Raum Untersteinach, Stockau und Weidenberg, zwischen Seidwitz und Funkendorf sowie Kirchenpingarten und Haidenaab die ökologisch und landschaftlich wertvollen Talräume des Weißen Mains, der Steinach, des Bieberswöhrbaches, des Tauritzbaches und der Haidenaab einschließlich der angrenzenden markanten, bewaldeten Höhenrücken sowie das Weihergeblet der Gabellohe bei Haidenaab vor Beeinträchtigungen bewahrt, die landschaftliche Vielfalt und das charakteristische Landschaftsbild erhalten sowie die Wiesen- und Feuchtbiotope geschützt werden;
- zwischen Bayreuth und Thurnau ein großflächiger, bisher nicht oder nur gering beeinträchtigter Landschaftsraum als geschlossenes Waldgebiet und bedeutendes stadtnahes Erholungsgebiet erhalten werden.

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5 Landschaftliche Folgeplanungen
Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege sollen durchgeführt werden:
- zur Erhaltung und Pflege der Erholungsgebiete, insbesondere in den Naturparken Fichtelgebirge, Frankenwald, Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst und Steinwald;
- zur Vermeidung und Beseitigung von Landschaftsschäden, insbesondere in den Tälern von Main und Saale sowie im Bereich der Vorrang- und Vorbehaltsflächen zur Gewinnung und Sicherung von Bodenschätzen und im Bereich geplanter Infrastruktureinrichtungen;
- als Ausgleich für Eingriffe in die Landschaft;
- zur Verbesserung der ökologischen Vielfalt im Mittelvogtländischen Kuppenland und auf der Selb-Wunsiedler Hochfläche sowie in Teilbereichen der Münchberger Hochfläche und im Obermainischen Hügelland;;
- zur Erhaltung von Landschaftselementen und -strukturen in Siedlungsbereichen.

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