Startseite  |  Impressum  |  Sitemap  |  Datenschutz
Regionalplan
Schriftgröße
Termine & Events

Termine & Events
Informationen zu Veranstaltungen in der Region finden Sie unter
[ Veranstaltungshinweise ]

Bilder

Zell

Fichtelgerg

Bad Steben

Bischofsgrün

Naila

Neuenmarkt

Speichersdorf

Geroldsgrün

Konradsreuth

Döhlau

Mistelbach

Kautendorf

Selb

Marktredwitz

Arzberg

Druckversion

B - Fachliche Ziele


XI Wasserwirtschaft
1 Übergebietlicher Wasserhaushalt
Der Wasserhaushalt der Region soll durch übergebietlich wirksame wasserwirtschaftliche Maßnahmen so verbessert werden, dass die anzustrebende Entwicklung der Bevölkerung, der Wirtschaft und des Siedlungswesens ermöglicht wird. Die Trinkwasserversorgung soll durch Beileitung von Zusatzwasser aus der Region Oberfranken-West gewährleistet werden.
Zur Begründung | Nach oben

2 Wasserversorgung

2.1

Die Wasserversorgung soll einwandfrei und zukunftssicher durch zentrale Anlagen sichergestellt werden.

Der Anschlussgrad an öffentliche Wasserversorgungsanlagen soll insbesondere in den Mittelbereichen Bayreuth und Hof erhöht werden. Technische, quantitative und qualitative Mängel an den Wasserversorgungsanlagen sollen in der gesamten Region, insbesondere aber aufgrund der positiven Bevölkerungsentwicklung nach Wegfall der innerdeutschen Grenze verstärkt entlang der Entwicklungsachsen in Richtung Sachsen und Thüringen beseitigt werden.

Zur Begründung | Nach oben

2.2 Die Versorgung soll langfristig im wesentlichen durch den weiteren bedarfsgerechten Ausbau des Fernwasserversorgungsnetzes der Fernwasserversorgung Oberfranken sichergestellt werden. Insbesondere sollen die Grundwassermangelgebiete im Norden und Osten der Region rechtzeitig durch den Ausbau des Fernwasserversorgungssystems von Hof in Richtung Selb sowie von Untersteinach in den Raum Münchberg und von Schwarzenbach a. Wald in den Raum Helmbrechts versorgt werden. Die mittel- und langfristige Trinkwasserversorgung des Oberzentrums Bayreuth soll durch einen raschen Anschluss an das Fernwasserversorgungssystem gesichert werden. Im Mittelbereich Pegnitz und im Süden des Mittelbereichs Bayreuth soll die Versorgung durch den weiteren Ausbau der Jura-Gruppe sichergestellt werden.
Zur Begründung | Nach oben

2.3 In der Region soll zur Erhöhung der Versorgungssicherheit der weitere Ausbau leistungsfähiger Verbundeinrichtungen angestrebt werden, soweit wasserwirtschaftliche und betriebstechnische Gründe dafür sprechen.
Zur Begründung | Nach oben

2.4

Aufgrund der hydrogeologischen Gegebenheiten gehört die Region zu den Grundwassermangelgebieten in Bayern. Neben ergiebigen Grundwasservorkommen, insbesondere im Bereich des Weißenstädter Beckens, des Benker Sandsteins und des Wunsiedler Marmors sowie im Fränkischen Jura, weisen große Regionsgebiete nur eine wenig günstige Grundwasserhöffigkeit auf. Zur langfristigen Gewährleistung einer ausreichenden Trinkwasserversorgung in allen Regionsteilen ist deshalb neben der notwendigen Beileitung von Zusatzwasser aus der Region Oberfranken-West die Sicherung des vorhandenen Grundwassers von ganz besonderer Bedeutung, zumal eine Anzahl der bestehenden Wassergewinnungen bisher noch nicht ausreichend durch Wasserschutzgebietsausweisungen gesichert worden ist. Bei allen Planungen und Maßnahmen sollen die bestehenden und geplanten Wasserschutzgebiete besonders beachtet werden. Pläne, die die Grenzen der Wasserschutzgebiete aufzeigen, können bei Landratsämtern und bei der Regierung von Oberfranken eingesehen werden. Im Rahmen der Fortschreibung des Regionalplans wird geprüft, inwieweit überörtliche und raumbedeutsame Wasserschutzgebiete als zeichnerisch erläuternde Darstellungen verbaler Ziele in die Karte 2 "Siedlung und Versorgung" aufgenommen werden können.

Im Grundwassererkundungsprogramm für die Region konnten bisher vier Grundwasservorkommen mit einem nutzbaren Jahresdargebot von 14,2 Mio. cbm nachgewiesen werden. Für das Gebiet Waldershof sowie für das Gebiet Creußen ist die amtliche Schutzgebietsfestsetzung zugunsten des Freistaats Bayern bereits erfolgt. Die wasserrechtlichen Verfahren für die Gebiete Oberes Wiesenttal und Weidensees, die dem Zweckverband zur Wasserversorgung der Jura-Gruppe übertragen wurden, sind beantragt, die Wasserschutzgebiete für die zur Nutzung vorgesehenen Brunnen bereits festgesetzt. Die FWO wird das Gebiet Waldershof hauptsächlich im Rahmen des Ausbaus der Fernversorgung in den Mittelbereichen Marktredwitz/Wunsiedel und Selb zur Nutzung heranziehen. Es ist jedoch vorgesehen, auch Teile des Landkreises Tirschenreuth aus dem Gebiet Waldershof mit zu versorgen. Die Jura-Gruppe wird über die Erschließungen bei Hollfeld und Bronn für die im Bau befindlichen Versorgungsanlagen die Nutzung aufnehmen.

Zur Begründung | Nach oben

3 Gewässerschutz, Gewässergüte, Abwasserbeseitigung

3.1

In der Region soll die Abwasserbelastung der Fließgewässer Roter und Weißer Main, Selbitz, Sächsische Saale, Lamitz, Eger, Röslau und Fichtelnaab durch den Bau von Abwasseranlagen mit hohem Reinigungsgrad so weit herabgesetzt werden, dass die anzustrebende Güteklasse II möglichst erreicht wird.

Die besonderen Abwasserschwerpunkte der Region im Bereich der Fließgewässer Roter Main, Sächsische Saale, Selbitz, Röslau und Fichtelnaab sollen vordringlich saniert werden.

Zur Begründung | Nach oben

3.2

Die noch unbelasteten oder nur gering belasteten Gewässer des Fränkischen Jura im Einzugsbereich der Wiesent und des Fichtelgebirges im Einzugsbereich des Weißen Mains, der Eger, der Fichtelnaab und der Sächsischen Saale sollen vor Abwasserbelastungen geschützt werden.  

Zur Begründung | Nach oben

3.3

Die Abwasserbeseitigung soll unter Berücksichtigung der ungünstigen Vorflutverhältnisse in der Region, insbesondere aufgrund der positiven Bevölkerungsentwicklung nach Wegfall der innerdeutschen Grenze verstärkt entlang der Entwicklungsachsen in Richtung Sachsen und Thüringen, durch Erhöhung des Anschlussgrades und Errichtung weiterer mechanisch-biologischer Kläranlagen sowie durch Steigerung der Reinigungsleistung bestehender Kläranlagen weiter verbessert werden.  

Zur Begründung | Nach oben

3.4

Möglichen Grundwasserbelastungen aus der Landwirtschaft soll insbesondere in den Landkreisen Bayreuth, Hof und Kulmbach entgegengewirkt werden. Der Versauerung der Oberläufe der Gewässer, vor allem im Fichtelgebirge und im Frankenwald, soll entgegengewirkt werden.  

Zur Begründung | Nach oben

3.5

Die in den Landkreisen Hof, Wunsiedel und Bayreuth noch vorhandenen Gewässer mit Flussperlmuschel-Vorkommen sind durch geeignete Maßnahmen innerhalb des gesamten Bacheinzugsgebietes dauerhaft so zu sichern, dass sich der Bestand verjüngen kann.  

Zur Begründung | Nach oben

3.6

Die letzten Bäche mit vorkommender Bachmuschel in Oberfranken sind durch geeignete Sanierungsmaßnahmen unverzüglich zu sichern. Alle Maßnahmen müssen sich am Ziel orientieren, die natürliche Fortpflanzung und Bestandsverjüngung wieder zu erreichen.  

Zur Begründung | Nach oben

4 Regelung des Bodenwasserhaushalts
Auf Maßnahmen zur Bodenent- und -bewässerung soll insbesondere in den Mittelbereichen Marktredwitz/Wunsiedel, Münchberg und Selb, im Norden und Osten des Mittelbereichs Bayreuth, im Osten und Süden des Mittelbereichs Hof sowie in den Nahbereichen Kulmbach, Mainleus, Neuenmarkt/Wirsberg und Stadtsteinach hingewirkt werden, soweit nicht nachteilige Folgen für den Wasserhaushalt zu befürchten sind oder vorrangige Gründe des Gewässerschutzes, des Naturschutzes und der Landschaftspflege entgegenstellen.
Zur Begründung | Nach oben

5 Abflussregelung

5.1 Hochwasserschutz und Niedrigwasseraufhöhung
Hochwassergefährdete Siedlungen der Region sollen gegen Überschwemmungen geschützt werden. Vordringlich sollen Schutzmaßnahmen an Gewässern II. und III. Ordnung, insbesondere in den Nahbereichen Arzberg, Bayreuth, Hof, Kulmbach, Mainleus, Münchberg, Neuenmarkt/Wirsberg, Pottenstein, Stadtsteinach und Wunsiedel durchgeführt werden.
Zur Begründung | Nach oben

5.2

Flußbau, Teichbau, Landschaftspflege an den Gewässern  


5.2.1

Hochwassergefährdete Siedlungen der Region sollen gegen Überschwemmungen geschützt werden. Vordringlich sollen Schutzmaßnahmen an Gewässern II. und III. Ordnung, insbesondere in den Nahbereichen Arzberg, Bayreuth, Hof, Kulmbach, Mainleus, Münchberg, Neuenmarkt/Wirsberg, Pottenstein, Stadtsteinach und Wunsiedel durchgeführt werden.  

Zur Begründung | Nach oben

5.2.2

Der Teichbau soll schwerpunktartig auf teichwirtschaftlich geeigneten Standorten unter Berücksichtigung landschaftspflegerischer und wasserwirtschaftlicher Belange sowie des Artenschutzes, insbesondere in den Mittelbereichen Hof, Naila, Münchberg, Pegnitz und Selb sowie im Osten des Mittelbereichs Marktredwitz/Wunsiedel und in den Nahbereichen Speichersdorf, Neuenmarkt/ Wirsberg und Stadtsteinach, angestrebt werden.

Bei nachteiligen Folgen, die aus der Intensivierung der Teichwirtschaft entstehen können, sollen ausgleichende Maßnahmen durchgeführt werden.   

Zur Begründung | Nach oben

5.2.3

Oberhalb von Beständen an Flussperlmuscheln soll darauf hingewirkt werden, dass Fischteiche nicht mehr errichtet werden.   

Zur Begründung | Nach oben

5.3

Wasserkraftnutzung  

Bei Aufgabe von Wasserkraftnutzungen sollen durch geeignete Maßnahmen nachteilige wasserwirtschaftliche und ökologische Folgen verhindert werden.   

Zur Begründung | Nach oben