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Regionalplan
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Begründung zu IV. - Gewerbliche Wirtschaft
Zu 1 Allgemeines
Die Wirtschaftskraft einer Region zeigt sich insbesondere am Bruttoinlandsprodukt und an der Realsteueraufbringungskraft je Kopf der Wohnbevölkerung, im Industriebesatz sowie an den Löhnen und Gehältern.

Das Bruttoinlandsprodukt je Kopf der Wohnbevölkerung lag 1990 lediglich in den Oberzentren Bayreuth und Hof über dem Landesdurchschnitt von 38.926,00 DM, während die Landkreise und der Regionsdurchschnitt darunter blieben.
Auch die Realsteueraufbringungskraft der Gemeinden blieb 1993 in der Region mit 693,00 DM je Einwohner unter dem Landesdurchschnitt von 761,00 DM.
Die Zahl der tätigen Personen im Bergbau und verarbeitenden Gewerbe überschritt 1993 mit 144 je 1.000 Einwohner den Landesdurchschnitt von 113 erheblich.
Mit 43.853,00 DM erreichten 1993 die Industrielöhne und -gehälter je Beschäftigten in der Region nur 78 Prozent des Landesdurchschnitts. Dies bedeutet gegenüber 1984 ein Absinken um 3 Prozent. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Lebenshaltungskosten in der Region günstiger sind als im Landesdurchschnitt.

Nach Öffnung der Grenzen und der Einführung der Marktwirtschaft in den benachbarten Gebieten kommt auf viele Unternehmen in der Region die zusätzliche Aufgabe zu, traditionelle Beschaffungs- und Absatzmärkte in den neuen Bundesländern und in der Tschechischen Republik zu erschließen, Kooperationen (z.B. Joint-Ventures) einzugehen oder Betriebe zu übernehmen, die von Stillegungen bedroht sind.* Diese Aufgaben überfordern oft die finanziellen Möglichkeiten, insbesondere der mittelständischen Unternehmen in der Region. Zur Bewältigung dieser Aufgaben, die der Stärkung der Wirtschaftskraft in besonderer Weise dienen, sind die Unternehmen auch auf staatliche Hilfen angewiesen.
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