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Regionalplan
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Begründung zu III. - Land- und Forstwirtschaft
Zu 1.1 Landbewirtschaftung und Flächennutzung
Zu 1.1.1 Insbesondere im Obermainischen Hügelland liegen Boden- und Klimaverhältnisse vor, die bessere Voraussetzungen für die Landwirtschaft darstellen und allgemein gute Grundlagen für landwirtschaftliche Existenzen bilden. Bei relativ hohem Ertragsniveau bieten sie vielfältige Anbaumöglichkeiten. Diese Bereiche mit günstigen Erzeugungsbedingungen sind im Agrarleitplan (ALP) für den Regierungsbezirk Oberfranken als besonders ertragsfähige, ebene bis leicht geneigte landwirtschaftliche Nutzflächen definiert.
Beim weiteren Ausbau der Siedlungen und der Bandinfrastruktur entlang der Entwicklungsachsen ist es deshalb erstrebenswert, die landwirtschaftlich günstigen Flächen in ihrer Gesamtausdehnung möglichst wenig zu beschneiden.
Vor allem im Fichtelgebirge, im Frankenwald und in Teilbereichen der Nördlichen Frankenalb ist die Aufrechterhaltung der Landbewirtschaftung überwiegend an die Bewirtschaftung von Flächen mit ungünstigen Erzeugungsbedingungen (lt. ALP: ertragsschwache und/oder mäßig geneigte Ackerstandorte sowie der weitaus größte Teil des Grünlandes) gebunden, die in diesen Regionsbereichen einen Anteil von rund 56 Prozent an der landwirtschaftlichen Nutzfläche haben. Demzufolge hängt die Existenz von über der Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebe von der Bewirtschaftung der Flächen mit ungünstigen Erzeugungsbedingungen ab; im restlichen Regionsgebiet ist es immerhin noch rund ein Fünftel aller landwirtschaftlichen Betriebe.

Zur Erhaltung der Existenz sind die Landwirte in diesen Gebieten trotz der nachteiligen Boden-, Klima-, Wasser- und Geländeverhältnisse, die die ungünstigen Erzeugungsbedingungen bewirken, auf diese Flächen angewiesen. Deshalb sollen in der Region auch die Flächen mit ungünstigen Erzeugungsbedingungen vorwiegend der landwirtschaftlichen Nutzung vorbehalten bleiben. Mit den Zielen von Raumordnung und Landesplanung zu vereinbarende Planungen und Maßnahmen sollen flächensparend realisiert werden.
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