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Regionalplan
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Begründung zu III. - Land- und Forstwirtschaft
Zu 2 Forstwirtschaft
Zu 2.4 Erstaufforstungen
Bei der Agrarleitplanung und in Flurbereinigungsverfahren werden die landwirtschaftlichen Flächen ermittelt, die in Zukunft voraussichtlich nicht mehr rentabel bewirtschaftet werden können. Für diese Flächen ist unter Beachtung des Agrarleitplans, der Flurbereinigungspläne, des Regionalplans sowie der Landschafts- und Grünordnungspläne die Zweckmäßigkeit einer Aufforstung zu prüfen.

Dabei wird regelmäßig eine Einzelfallprüfung durchzuführen sein. Die Erlaubnis zur Erstaufforstung darf nur versagt oder eingeschränkt werden, wenn sie Plänen im Sinne des Art. 3 BayNatSchG widerspricht, wenn wesentliche Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege gefährdet werden, der Erholungswert der Landschaft beeinträchtigt wird oder erhebliche Nachteile für die umliegenden Grundstücke zu erwarten sind.
Den Ermittlungen zum Entwurf des Waldfunktionsplans ist zu entnehmen, dass in den Mittelbereichen Bayreuth, Hof und Kulmbach die größten Flächenanteile mit nur bis zu 20 Prozent Waldbestockung vorhanden sind. Diese Gebiete können gegenüber dem Regionsanteil von rund 39 Prozent und dem Landesdurchschnitt von 34 Prozent als "waldarm" bezeichnet werden. In diesen waldarmen Regionsbereichen wurden auch bisher rund 85 Prozent der zirka 1400 ha Neuaufforstungen durchgeführt.
Falls eine Aufforstung zweckmäßig erscheint, ist im allgemeinen ein standortgerechter, laubbaumreicher, naturnaher Mischwald erstrebenswert.

Die offenen Wiesentäler und naturnahen Waldwiesen des Frankenwaldes und der Nördlichen Frankenalb sind für diese Kulturlandschaftsräume typisch und tragen durch ihren Reiz wesentlich zu deren Erholungswert bei. Gleiches gilt für die Rodungsinseln im Fichtelgebirge und im Frankenwald sowie für die landschaftsprägenden offenen Flusstäler außerhalb der genannten Gebiete.
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