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Regionalplan
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Begründung zu III. - Land- und Forstwirtschaft
Zu 3.2 Maßnahmen der Flurbereinigung
Zu 3.2.1 Eine wesentliche Voraussetzung für eine leistungsfähige Land- und Forstwirtschaft ist ein ausreichendes und angemessen befestigtes Straßen- und Wegenetz. Dieses ist - besonders in den Mittelgebirgslagen und im ehemaligen Zonenrandgebiet der Region - nicht immer ausreichend vorhanden. Vor allem der Anschluss von Einzelhöfen und Weilern an das öffentliche Wegenetz ist noch erforderlich.

Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse der noch vorhandenen landwirtschaftlichen Betriebe, aber auch zur Erhaltung der Kulturlandschaft, sind in den genannten Bereichen, die teilweise als Problemgebiete gelten, verschiedentlich Grundstücksinstandsetzungen - wie zum Beispiel Dränungen - erforderlich. Bei Durchführung dieser Maßnahmen sind jedoch ökologische Belange unter Einschaltung der Stellen des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu berücksichtigen.

Die in der Region durchwegs, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß, vorhandene Zersplitterung ländlichen Grundbesitzes erschwert eine rationelle Landbewirtschaftung. Die Zusammenlegung, zweckdienliche Ausweisung und wirtschaftliche Formung landwirtschaftlich genutzter Grundstücke beseitigt nicht nur die nachteiligen Folgen der Besitzzersplitterung. Sie gestattet darüber hinaus unter Wahrung der rechtlichen Ansprüche auf gleichwertige Landabfindung einen Ausgleich der Interessen der Grundeigentümer untereinander und die Berücksichtigung öffentlicher Belange. Dorferneuerungsmaßnahmen sollen nicht nur die Lebensverhältnisse auf dem Lande verbessern sowie zur Erhaltung dörflicher Bausubstanz und zur Entwicklung dörflicher Infrastruktureinrichtungen beitragen, sondern sollen zugleich eine Verbesserung der landwirtschaftlichen Arbeits- und Produktionsbedingungen im Orts- und Anwesensbereich bewirken.
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