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Regionalplan
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Begründung zu IV. - Gewerbliche Wirtschaft
Zu 2 Regionale Wirtschaftsstruktur
In den Mittelbereichen Hof, Naila, Marktredwitz/Wunsiedel, Münchberg und Selb bestehen seit Jahren negative Wanderungssalden. Bruttoinlandsprodukt je Kopf der Wohnbevölkerung und Lohnniveau liegen deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Deshalb muss die Wirtschaftsstruktur des Nordens und Ostens der Region vordringlich verbessert werden.
Auch in den Mittelbereichen Bayreuth, Kulmbach und Pegnitz bedarf die Verbesserung der Wirtschaftskraft besonderer Bemühungen. Dies gilt insbesondere im Hinblick darauf, dass der größte Teil der Region zum ehemaligen Zonenrandgebiet sowie zu den Gebieten gehört, deren Struktur zur Erhaltung gesunder Lebens- und Arbeitsbedingungen nachhaltig gestärkt werden soll. Zur Vermeidung zusätzlicher Disparitäten muss die Wettbewerbsfähigkeit der Gebiete im Süden der Region weiterhin gestützt werden. Die Branchenstruktur innerhalb der Region ist recht uneinheitlich; insbesondere im Norden und Osten ist der Anteil der Verbrauchsgüterindustrien sehr hoch: die Mittelbereiche Hof und Naila sind überwiegend von der Textil- und Bekleidungsindustrie, die Mittelbereiche Marktredwitz/Wunsiedel und Selb überwiegend von der feinkeramischen Industrie geprägt (vgl. Tabelle 2). Deshalb ist besonders in diesen Teilräumen der Region eine weitere Auflockerung der Branchenstruktur erforderlich, um der Gleichwertigkeit der regionalen Wirtschaftsstruktur in allen Teilen der Region näherzukommen.

Um den vorwiegend klein- und mittelständisch geprägten Betrieben in der Region den durch die Grenzöffnung und den künftigen Binnenmarkt verursachten wirtschaftlichen Strukturwandel und die Anpassung an die veränderten Marktbedingungen zu erleichtern, ist der Auf- und Ausbau wirtschaftsnaher Beratungsdienste in der Region vordringlich. Insbesondere bei der Beratung der Betriebe über Fördermöglichkeiten, bei der Markt- und Absatzberatung, bei der Standort- und Investitionsplanung sowie im Bereich des Technologietransfers hat sich nach Öffnung der Grenzen nicht nur in der Region selbst, sondern auch aus den benachbarten Regionen eine entsprechende Nachfrage entwickelt. Der Ausbau derartiger Beratungsdienste in der Region ist gleichzeitig ein wichtiger Standortfaktor für ansiedlungswillige Unternehmen und stärkt somit die regionale Wirtschaftsstruktur.
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