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Regionalplan
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Begründung zu IV. - Gewerbliche Wirtschaft
Zu 2.2 Wirtschaftsnahe Infrastruktur
Für die Region ist die Steigerung der wirtschaftlichen Attraktivität eine Existenzfrage. Dies gilt vor allem für die Oberzentren Bayreuth und Hof als Kristallisationspunkte der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region und für das ehemalige Zonenrandgebiet insgesamt, insbesondere für die Mittelbereiche Hof, Naila, Marktredwitz/Wunsiedel, Münchberg und Selb.
Die wirtschaftsnahe Infrastruktur muss verstärkt ausgebaut und Hemmnisse, die zu einer Behinderung der gewerblichen Entwicklung führen, müssen beseitigt werden.
Dazu gehört insbesondere, dass gewerbliche Flächen in geeigneten Gemeinden im Rahmen der Bauleitplanung gesichert werden, um nicht nur konkrete Ansiedlungsvorhaben, sondern auch Verlagerungs- oder Erweiterungsvorhaben ortsansässiger Betriebe durchführen zu können. Sind doch wegen der beengten Lage oder aus Gründen des Umweltschutzes Betriebserweiterungen am Stammsitz heute oftmals nicht mehr möglich. Besonders notwendig ist die weitere Verbesserung der überregionalen Verkehrsanbindung der Region nach Norden, Westen und Osten. Der vordringliche sechsspurige Ausbau der A 9 (Nürnberg) - Bayreuth - Hof - (Berlin) und der Ausbau einer Ost-West-Verbindung zwischen der A 9 und dem Grenzübergang Schirnding zur Tschechischen Republik, der A 70 Neudrossenfeld - (Bamberg - Schweinfurt), der A 93 Hof-Marktredwitz - (Regensburg), der A 72 Hof - (Plauen) sowie der Zusammenschluss der A 93 mit der A 72 östlich von Hof sind zur Verbesserung der wirtschaftlichen Attraktivität der Region dringend erforderlich. Ebenso vordringlich ist der Ausbau des Schienennetzes in der Region; dieser sollte den Aus- bzw. Neubau einer Eisenbahn-Hauptstrecke Stuttgart/München - Nürnberg - Bayreuth/Marktredwitz - Hof - thüringisch/sächsisch/böhmischer Wirtschafts- und Verdichtungsraum, auf der der Raum Bayreuth durch Systemhalte in der Region eingebunden sein sollte, ebenso umfassen wie die Verbesserung der Transportqualität von Gütern auf der Schiene durch den Auf- bzw. Ausbau von regionalen Güterverkehrszentren mit Containerterminals und der Anbindung an den kombinierten Güterverkehr.
Bei der Entwicklung ist allerdings darauf zu achten, dass in den Teilen der Region, die sich für Fremdenverkehr und Erholung eignen, Freizeiteinrichtungen sowie eine entsprechende Verkehrserschließung unter besonderer Berücksichtigung der landschaftsprägenden Strukturen geschaffen oder ausgebaut werden.
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