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Regionalplan
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Begründung zu IV. - Gewerbliche Wirtschaft
Zu 3.1 Gewinnung, Sicherung und Erkundung von Bodenschätzen
Zu 3.1.2 Rohstoffgewinnung
Zu 3.1.2.1

Als standortgebundene, flächenbeanspruchende und -verändernde Nutzung wirkt sich die Gewinnung von Bodenschätzen besonders auf land- und forstwirtschaftli­che sowie ökologisch bedeutsame Flächen aus. Insbesondere durch den flächen­intensiven Abbau von Sand und Kies in den Talauen des Mains, in denen auch Entwicklungsachsen von überregionaler Bedeutung verlaufen, wur­den dadurch das ursprüngliche Landschaftsbild und die ökologischen Verhältnisse erheblich beeinflusst.

Immer deutlicher zeichnen sich in den letzten Jahre Kon­flikte zwischen der Roh­stoffgewinnung und der Wasserwirtschaft ab, während Kon­flikte mit Be­langen des Siedlungswesens und des Verkehrs nur in Einzelfällen festzustellen  sind.

Durch die Ausweisung von Vorranggebieten für die Rohstoffgewinnung sollen Nutzungskonflikte soweit möglich beseitigt oder vermieden und gleichzeitig der längerfristige Rohstoffbedarf gesichert werden. Eine Zersplitterung der Gewin­nung durch oftmals kleine Abbaustellen und eine un­geordnete Inanspruchnahme des Raumes widersprechen den Erfordernissen von Raumordnung und Landes­pla­nung, sind aber auch aus geologisch-lagerstätten­kundlicher Sicht wegen der Ver­schwendung von Bodenschätzen nicht vertretbar. Der Abbau von Boden­schätzen soll deshalb nach Möglichkeit auf die im Regionalplan ausgewiesenen Vor­rang­gebiete und Vorbehaltsgebiete konzentriert werden. In besonders begründeten Ausnahmefällen ist jedoch die Ge­winnung von Bodenschätzen auch außerhalb der ausgewiesenen Vor­rang- und Vorbehaltsgebiete nicht prinzipiell untersagt.