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Regionalplan
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Begründung zu IX. - Verkehr und Nachrichtenwesen
Zu 5.3

Die Bahnstrecken der Region sind bisher nicht elektrifiziert, in Teilbereichen gehören sie zu den schlechtesten bayerischen Hauptstrecken. Nach der massiven Auslastung der Schienenstrecken in den Monaten nach der Grenzöffnung ist auch in mittel- bis langfristiger Sicht mit einem Zuwachs der Anteile des Schienenverkehrs, auch im grenzüberschreitenden Verkehr zu rechnen. Das Schienennetz der Region muss daher durch Ausbau- und Elektrifizierungsmaßnahmen auf die neue Situation ausgerichtet werden. Kurzfristig wichtigste Ausbaumaßnahme ist die Beseitigung des Engpasses zwischen Hof und Plauen, dem für die Kommunikation zwischen Berlin und Sachsen mit dem süddeutschen Raum erhebliche Bedeutung zukommt. Ausbau und Elektrifizierung der Verbindung Hof-Marktredwitz-Regensburg-München bilden die Voraussetzung für einen künftigen InterCity-Einsatz auf dieser Strecke. Der Ausbau hat auch für den Güterverkehr Bedeutung. Die Maßnahme ist auch im bayerischen Vorschlag für die Fortschreibung 1992 des Bundesverkehrwegeplanes und im neuen Entwurf des Gesamtverkehrsplanes Bayern enthalten. Die Strecke Nürnberg-Marktredwitz-Eger ist Teil einer internationalen Fernverbindung nach Prag. In der Tschechischen Republik ist die Strecke bereits bis Eger elektrifiziert, der Ausbauzustand ist jedoch verbesserungsbedürftig. Zwischen Marktredwitz, dem in Oberfranken-Ost im Schienenverkehr damit eine wichtige Knotenfunktion zukommt, und Nürnberg ist die Strecke gleichzeitig Teil einer Hauptverbindung zwischen den Verdichtungsräumen Sachsens und dem großen Verdichtungsraum Nürnberg/Fürth/Erlangen. Die Maßnahme ist auch im Bundesverkehrswegeplan 1992 enthalten. Ausbau und Elektrifizierung dieser Strecke sind daher dringend erforderlich. Die im Ziel genannten Maßnahmen können zwar die Schieneninfrastruktur der Region Oberfranken-Ost erheblich verbessern, allerdings die Probleme der Schienenanbindung der Räume Bayreuth und Kulmbach nicht vollständig lösen. Die Anbindung dieser Räume an den überregionalen Schienenschnellverkehr muss daher in jedem Fall durch eine Einbeziehung der Verbindung (Weiden) -Bayreuth-Neuenmarkt/Wirsberg-Kulmbach-Lichtenfels in das Netz der Regionalschnellbahnen mit Pendolino-Technik erreicht werden.

Nach Öffnung der Grenze zur Tschechischen Republik haben sich auch im Grenzbereich der Region zu diesem Land vielfältige kleinräumige Verkehrsbeziehungen mit steigendem Anteil von Berufspendlern herausgebildet. Es ist der dringende Wunsch der Nachbarn in Oberfranken-Ost und in Böhmen, die bis heute in Betrieb befindliche Güterzugstrecke (früher Hauptbahn) zwischen Selb-Plößberg und Asch (Tschechische Republik) wieder für den Personenverkehr in Betrieb zu nehmen und damit für die Bedürfnisse der Menschen in diesem Raum zu nutzen. Das Ziel des Ausbaus der Nahverkehrsverbindung (Eger) -Schirnding-Arzberg-Marktredwitz stellt auf die vorhandene eingleisige Hauptbahn ab, über die nicht nur der Schienen-Personen-Fern- und -Güterverkehr, sondern auch der Nahverkehr zwischen Marktredwitz und Eger (mit gefordertem Halt in Arzberg) abgewickelt wird. Die Schienverbindung verläuft längs einer überregionalen Entwicklungsachse und ist in besondere Maß für eine Verdichtung des grenzüberschreitenden Schienenpersonennahverkehrs geeignet. Ihr Ausbau ist daher eine wichtige Forderung der Region.       

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