Startseite  |  Impressum  |  Sitemap  |  Datenschutz
Regionalplan
Druckversion
Begründung zu V. - Arbeitsmarkt
Zu 3 Entwicklung der regionalen Arbeitsmärkte

Die Attraktivität der Arbeitsplätze im Mittelbereich Bayreuth beruht hauptsächlich auf der Bedeutung des Oberzentrums als Schwerpunkt der Beschäftigung im Dienstleistungsbereich. Vor allem mit dem Aufbau der Universität ergeben sich positive Impulse für die gesamte Region. Die angestrebte Strukturverbesserung wird aber erst voll zur Wirkung kommen, wenn in der Region auch ausreichend geeignete Arbeitsplätze im sekundären und tertiären Sektor bereitstehen. Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen können diese angestrebte Entwicklung unterstützen. Andererseits müssen im Mittelbereich Bayreuth im sekundären Sektor genügend industrielle Arbeitsplätze bereitgestellt werden.

Die im Mittelbereich Hof traditionell große Bedeutung der Industrie unterstreicht das Schwergewicht dieses regionalen Arbeitsmarkts im Norden der Region. Die strukturelle Ausrichtung des Mittelbereichs verlangt nach neuen Wachstumsimpulsen, die auf eine weitere Differenzierung des Arbeitsplatzangebots ausgerichtet und durch die Arbeitsmarktpolitik unterstützt werden sollten. Dabei ist neben der Verbesserung der Arbeitsplatzstrukturen in den industriell geprägten örtlichen Arbeitsmärkten die Ergänzung durch neu zu schaffende Arbeitsplätze hauptsächlich im Dienstleistungsbereich erforderlich. Mit der Errichtung der Bayerischen Beamtenfachhochschule, Fachbereich Innere Verwaltung, werden Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich neu geschaffen.

Der Mittelbereich Kulmbach zeichnet sich durch eine relativ ausgeglichene Arbeitsmarktstruktur aus. Der Sicherung und Ausweitung des Arbeitsplatzangebots muss weiterhin besondere Beachtung zukommen. Berufliche Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahmen im Rahmen der Arbeitsmarktpolitik können dazu beitragen, entsprechende Voraussetzungen zu schaffen.

Der Mittelbereich Marktredwitz/Wunsiedel gehört zum Ländlichen Teilraum, dessen Entwicklung nachhaltig gestärkt werden soll. Dort werden vielseitige, qualifizierte Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe und insbesondere im Dienstleistungssektor benötigt, um die Beschäftigungsmöglichkeiten und Einkommensverhältnisse zu verbessern. Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik können dazu beitragen, die Arbeitnehmer für die angestrebte Entwicklung beruflich zu qualifizieren. Durch Differenzierung des Arbeitsplatzangebots könnte auch eine weitere Verbesserung der Qualitätsstruktur erreicht werden. Dies gilt besonders seit der Öffnung der Grenze zur Tschechischen Republik.

Die Arbeitsmarktstruktur des Mittelbereichs Münchberg, dessen Entwicklung ebenfalls nachhaltig gestärkt werden soll, ist durch eine relativ einseitige Berufsstruktur in der Textil- und Bekleidungsindustrie gekennzeichnet. Hier ist eine Verbesserung der Beschäftigungsmöglichkeiten und der Einkommensverhältnisse durch neu zu schaffende, vielseitige, qualifizierte Arbeitsplätze in Wohnortnähe notwendig. Vorrangig muss die Branchenstruktur aufgelockert werden, vor allem die Berufsmöglichkeiten im Dienstleistungsbereich müssen erweitert werden. Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen können die angestrebte Strukturverbesserung unterstützen.

Im Mittelbereich Pegnitz ist eine Verbesserung des Arbeitsplatzangebots im Interesse stärkerer Entwicklungsimpulse für den Süden der Region erforderlich.

Damit und mit Unterstützung durch die Arbeitsmarktpolitik könnte auch die angestrebte größere Eigenständigkeit gegenüber dem großen Verdichtungsraum Nürnberg/Fürth/Erlangen erreicht werden. Der regionale Arbeitsmarkt Pegnitz umfasst, wie der Mittelbereich, auch den Nahbereich Auerbach i. d. OPf. der Region Oberpfalz-Nord. Die Verflechtungen müssen zur Erhöhung der Funktionsfähigkeit und Durchlässigkeit des Arbeitsmarkts zwischen beiden Regionen gestärkt werden.

Die Arbeitsmarktstruktur des Mittelbereichs Selb ist durch die starke Ausrichtung auf die Porzellanindustrie gekennzeichnet. Auch wenn diese Branche ein beachtlich breites Berufsspektrum aufweist und Diversifikationsmaßnahmen durchgeführt wurden, ist eine ausgewogene Arbeitsmarktstruktur noch nicht ausreichend vorhanden. Die Auflockerung der Branchenstruktur und eine Stärkung des Dienstleistungsbereichs sowie eine breitere Auffächerung der Berufsmöglichkeiten sind daher erforderlich. Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahmen können die angestrebte Strukturverbesserung unterstützen. Dies gilt besonders seit der Öffnung der Grenze zur Tschechischen Republik.

Zurück