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Regionalplan
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Begründung zu VI. - Bildungs- und Erziehungswesen, kulturelle Angelegenheiten
Zu 1 Kindergärten, Kindergrippen und Kinderhorte
Zu 1.2

Kinderhorte als familienergänzende und -unterstützende Einrichtungen zur Betreuung schulpflichtiger Kinder erwerbstätiger Eltern sollen nach dem Landesentwicklungsprogramm in jeder Region in ausreichender Zahl vorhanden sein. Um eine sinnvolle Auslastung zu gewährleisten, sind neue Horte bevorzugt in Mittelzentren und zentralen Orten höherer Stufe zu errichten. In dünnbesiedelten Bereichen können auch zentrale Orte niedrigerer Stufen in Betracht kommen. Am 1. Januar 1994 bestanden in der Region 21 Kinderhorte mit insgesamt 680 Plätzen in den Oberzentren Bayreuth und Hof, in den möglichen Oberzentren Marktredwitz/Wunsiedel und Kulmbach, den Mittelzentren Pegnitz, Münchenberg und Selb, den möglichen Mittelzentren Helmbrechts und Rehau, dem Unterzentrum Schwarzenbach a.d. Saale sowie dem Kleinzentrum Schönwald. Der Landesdurchschnitt liegt mit 2,0 Plätzen je 100 Kinder von 6 bis unter 15 Jahren nur noch wenig über dem Regionsdurchschnitt von 1,5 Plätzen.

Die veränderte Familienstruktur und die überdurchschnittlich hohe Frauenerwerbstätigkeit in der Region lassen einen zusätzlichen Bedarf an schulbegleitender Betreuung insbesondere in den bisher nicht versorgten Mittelzentren, den möglichen Mittelzentren und dem Unterzentrum Schwarzenbach a.d. Saale erwarten, die auch Schwerpunkte des Arbeitsmarktes sind. Um Fehlinvestitionen zu vermeiden, sollten zunächst in den genannten zentralen Orten Kinderhorte, Hausaufgabenhilfen oder ähnliche Betreuungsmöglichkeiten angeboten werden, da dort entsprechende Einrichtungen bisher fehlen. Nicht nur das Netz leistungsfähiger Kindergärten i.S. des Bayerischen Kindergartengesetzes, sondern auch das Angebot für Kinderkrippenplätze muss weiter bedarfsgerecht verdichtet werden. Auf Kindergartenplätze sind Alleinerziehende und Berufstätige dringend angewiesen. Das vielerorts eingerichtete spezialisierte Pflegekinderwesen und Hilfen innerhalb der Familie sowie Nachbarschaftshilfen reichen nicht aus, um den Bedarf zu decken. Im Oberzentrum Bayreuth bestand 1993 ein Versorgungsgrad bei Kindergartenplätzen vom 84 % der 3- bis 6-jährigen Kinder im Stadtgebiet. Lange Wartelisten bei den einzelnen Kindergärten sind die Folge. Es bestehen zwei Kinderkrippen in städtischen Einrichtungen mit insgesamt 52 Plätzen. Die Zahl der Anmeldungen liegt bei weit über 100. Ebenso eklatant ist das Fehlen von Kinderhortplätzen. Hier wird man wohl in Oberzentren von einem Versorgungsgrad von etwa 5 bis 10 % der grundschulpflichtigen Kinder ausgehen können. Eine bei den Bayreuther Volksschulen unternommene Umfrage hat jedenfalls diese Annahmen bestätigt.

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