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Regionalplan
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Begründung zu VI. - Bildungs- und Erziehungswesen, kulturelle Angelegenheiten
Zu 2 Allgemeinbildende Schulen

Im Schuljahr 1984/85 besuchten in der Region 56234 Schüler allgemeinbildende Schulen. Seit dem 1973/74 erreichten Höchststand geht die Schülerzahl in allen Mittelbereichen, ebenso wie in Bayern, kontinuierlich zurück. Der Geburtenrückgang der 70er Jahre lässt eine weitere erhebliche Abnahme erwarten, die zwischen dem Grundschul- und dem Sekundarbereich, aber auch innerhalb des Sekundarbereichs zwischen Hauptschule, Realschule und Gymnasium zeitlich verschoben bzw. unterschiedlich verlaufen wird.

Bei weitgehend stagnierenden Schulanfängerzahlen im Norden und Osten und einer geringfügigen Zunahme im Westen und Süden der Region verlangsamt sich zwar der Rückgang der Schülerzahl an Grundschulen, eine Stabilisierung auf dem gegenwärtigen Niveau wird dadurch aber noch nicht erreicht. In der Sekundarstufe 1 zeichnet sich nach vorerst noch starker Abnahme eine Stabilisierung ab, wobei im Mittelbereich Kulmbach weiterhin ein stärkerer Rückgang zu erwarten ist. Für die Sekundarstufe 11 ist erst in den 90er Jahren mit einer Stabilisierung auf einem wesentlich niedrigeren Niveau zu rechnen. Dadurch wird es schwierig, die erreichte gute Schulgliederung zu sichern und insbesondere im weniger dicht besiedelten Westen und Süden der Region unzumutbar lange Schulwege zu vermeiden. Die weitere Konzentration erscheint aber nur dort geeignet, wo andere Schulen in kurzer Entfernung zur Verfügung stehen. Gerade in kleineren Gemeinden sollten aber auch die Funktion der Schule als kultureller und gesellschaftlicher Mittelpunkt sowie die Chancengerechtigkeit für die Schüler berücksichtigt werden. Eine enge Zusammenarbeit benachbarter Schulen, die gemeinsame Nutzung vorhandener Gebäude, Räume und Anlagen durch mehrere Schulen, Schule und Kindergarten oder durch Schule und Erwachsenenbildung, Jugendarbeit oder Sport können auch in kleineren Orten vertretbare Gesamtkosten für die Aufrechterhaltung und den weiteren Ausbau der Schule zum kulturellen Mittelpunkt des örtlichen Lebens ermöglichen.

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