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Regionalplan
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Begründung zu VI. - Bildungs- und Erziehungswesen, kulturelle Angelegenheiten
Zu 3.1 Schulische Berufsbildung

Die Neugliederung der Berufsschulen in der Region ist weitgehend abgeschlossen. Das bestehende dichte Netz gewährleistet eine flächendeckende Versorgung in zumutbarer Entfernung zu den Wohn- und Arbeitsorten. Bei künftig auch im Berufsschulbereich zu erwartenden geringeren Schülerzahlen werden der Erhaltung der Schulorte und einer ausreichenden Auslastung besonderes Augenmerk zu schenken sein. Dafür bietet sich zunehmend auch die Bildung regionaler und überregionaler Fachsprengel entsprechend den wirtschaftlichen Schwerpunkten im Einzugsbereich der Schulen an.

Damit ist eine flächendeckende Versorgung in zumutbarer Entfernung zu den Wohn- und Arbeitsorten gewährleistet. Während bisher abnehmende Schülerzahlen erwartet wurden und deshalb der Erhaltung und ausreichenden Auslastung besondere Aufmerksamkeit zu widmen war, sehen sich seit Wegfall der innerdeutschen Grenzen vor allem die Schulen im Norden und Osten der Region mit zusätzlichen Ausbildungswünschen aus Thüringen und Sachsen konfrontiert. Sie können damit zum dort dringend erforderlichen raschen technologischen und wirtschaftlichen Wandel beitragen und auch mithelfen, den Mangel an qualifizierten Fachkräften in der Region selbst zu mindern. Dafür werden aber zusätzliche Mittel und Räume benötigt, um eine Mindestversorgung ausreichend und ohne Nachteile für die Auszubildenden aus der Region wahrnehmen zu können. Dabei ist zu berücksichtigen, dass auch nach Ausbau des beruflichen Schulwesens in Thüringen und Sachsen durch regionale und überregionale Fachsprengel, sowie durch Ausbildungspendler besonders an den Schulen in den Mittelbereichen Hof, Münchberg, Selb und Marktredwitz/Wunsiedel, zusätzlicher Bedarf zu erwarten ist.

Die Wirtschaftsschulen in Bayreuth, Hof und Wunsiedel, die Berufsfachschulen in Ahornberg, Bayreuth, Kulmbach, Münchberg, Naila, Neuenmarkt, Pegnitz und Selb und die Berufsfachschulen des Gesundheitswesens in Bayreuth, Hof, Kulmbach, Marktredwitz, Münchberg, Naila und Selb wurden im Schuljahr 1988/89 von insgesamt 2.893 Schülern besucht. Seit Fertigstellung des Regionalplans 1984 wurden Berufsfachschulen für Krankenpflege im Oberzentrum Hof, für Altenpflege im Oberzentrum Bayreuth, für kaufmännische Assistenten im Mittelzentrum Münchberg und für Porzellan im Mittelzentrum Selb neu errichtet. Auch im Fachschulbereich erfolgten mit Fachschulen für Altenpflege sowie für Lehrkräfte im Gesundheitswesen in den Oberzentren Hof und Bayreuth, für Lebensmitteltechnik im möglichen Oberzentrum Kulmbach und der Einrichtung einer neuen Ausbildungsrichtung Umwelttechnik im Oberzentrum Hof deutliche Erweiterungen der Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten im schulischen Bereich.

Die Möglichkeit, weitere berufliche Schulen, insbesondere im kaufmännischen, gewerblichen und gesundheitlichen Bereich sowie für Hotel- und Gaststättenberufe zu errichten, wird unter besonderer Berücksichtigung des Oberzentrums Hof und der genannten Mittelzentren zu prüfen sein. Angestrebt werden vor allem die Errichtung einer staatlichen Fachschule für Altenpflege und einer Fachoberschule im möglichen Oberzentrum Marktredwitz/Wunsiedel und der Ausbau der Fachschule für das Hotel- und Gaststättengewerbe im Mittelzentrum Pegnitz zu einer Fachakademie für Tourismus.* Dem ständig steigenden Raumbedarf des Textilen Ausbildungszentrums in Münchberg soll im Rahmen des Gesamtkonzepts für die Aus- und Umbaumaßnahmen Rechnung getragen werden.  

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