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Regionalplan
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Begründung zu VI. - Bildungs- und Erziehungswesen, kulturelle Angelegenheiten
Zu 6 Erwachsenenbildung

Das Gesetz zur Förderung der Erwachsenenbildung vom 24. Juli 1974 erhob die Erwachsenenbildung neben Schule, Hochschule und Berufsausbildung zum eigenständigen Hauptbereich des Bildungswesens. Sie sieht sich seither steigenden Anforderungen und Erwartungen gegenüber und wird zunehmend beansprucht. So stieg die Teilnehmerzahl an geförderten Maßnahmen der Mitgliedsorganisationen des Bayerischen Volkshochschulverbandes, der Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung und der Arbeitsgemeinschaften für katholische Erwachsenenbildung der Erzdiözese Bamberg und der Diözese Regensburg zwischen 1977 und 1983 von 158 979 auf 269 755. Auf je 100 Einwohner entfielen somit 1977 32, 1983 53 Teilnehmer; im Landesdurchschnitt waren es 1977 noch 35, 1983 ebenfalls 53 Teilnehmer. Maßnahmen der beruflichen Aus- und Fortbildung und Veranstaltungen in den zur Region gehörenden Gemeinden des Landkreises Tirschenreuth sind darin nicht enthalten. Die tatsächliche Teilnehmerzahl liegt noch höher, da auch die Bildungswerke der DAG, des DGB und des Bayerischen Bauernverbandes sowie andere Bildungsträger Veranstaltungen anbieten, für die allerdings keine regionalisierten Daten veröffentlicht sind.

Der gestiegenen Nachfrage entsprachen organisatorische Verbesserungen und die Steigerung des Veranstaltungsangebots von 3932 auf 7753 Veranstaltungen, die der Teilnehmerdoppelstunden von 592 289 auf 1 045 993. Zwischen den einzelnen Teilräumen bestehen aber starke Unterschiede, die vor allem im Mittelbereich Kulmbach sowie in den Mittelbereichen Hof und Münchberg noch einen stärkeren Ausbau erfordern.

Um die knappen Mittel wirksam einzusetzen, eine Unterversorgung peripherer Teilräume und einander überschneidende Bildungsangebote zu vermeiden, sind eine Funktionsteilung und enge Abstimmung innerhalb und zwischen den Trägern erforderlich.

Mit Bildungswerken und Arbeitsgemeinschaften auf Landkreisebene oder für größere Teilräume sowie mit hauptamtlich besetzten Geschäftsstellen bestehen in den meisten Mittelbereichen Voraussetzungen für ein abgestimmtes partnerschaftliches Zusammenwirken. Die Kooperation zwischen den Trägern, die Koordination der Programme zwischen benachbarten Teilräumen und die Bildungsberatung stellen für die Zukunft weitere Aufgabenbereiche dar. Die Zusammenarbeit mit anderen Bildungsbereichen erlaubt die Mehrfachnutzung vorhandener Räume, Lehrmittel und Anlagen sowie den Austausch von Referenten und steigert so die Effektivität des finanzierbaren Gesamtangebots. Die an der Universität Bayreuth eingeführte Zusatzausbildung "Erwachsenenbildung" und der Lehrstuhl für Erwachsenenpädagogik an der benachbarten Universität Bamberg bieten Möglichkeiten, qualifiziertes Lehrpersonal zu gewinnen, die Kapazitäten der Hochschulen für die Weiterbildung der in der Erwachsenenbildung Tätigen zu nutzen und durch praxisorientierte regionsbezogene Forschung gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln.      

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