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Regionalplan
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Begründung zu VI. - Bildungs- und Erziehungswesen, kulturelle Angelegenheiten
Zu 7.3 Denkmalpflege

Mit fortschreitender Bestandsaufnahme wird deutlich, dass die Region zu den Räumen mit einem großen Reichtum an kulturellen und historischen Baudenkmälern gehört. Damit können gerade auch in den Ländlichen Teilräumen der Region, deren Entwicklung nachhaltig gestärkt werden soll, Anziehungspunkte geschaffen und erhalten werden, die ihren Niederschlag nicht nur im Bereich des Fremdenverkehrs und der Erholung finden, sondern auch den Lebensraum für die heimische Bevölkerung insgesamt aufwerten.

Die geschichtlich, künstlerisch oder städtebaulich bedeutenden Altstädte oder Ortskerne der Region sowie Einzelbaudenkmäler sind auf vielfältige Weise gefährdet. Verlagerung des wirtschaftlichen Lebens in andere Stadtteile, Planungen, Verkehrsausbauten oder mangelndes Interesse der Eigentümer bedrohen oder verhindern oft die Erhaltung wertvoller Bausubstanz. Es bedarf deshalb besonderer Maßnahmen, um Zeugen der Vergangenheit zu sanieren oder ihre Zerstörung zu verhindern. Die sinnvolle Nutzung gefährdeter Baudenkmäler ist Voraussetzung für ihre dauernde Erhaltung. Insbesondere die öffentliche Hand sollte sorgfältig prüfen, inwieweit historische Bauwerke, z. B. als Dienstgebäude, verwendet werden können. Entsprechende Aktivitäten der Universität Bayreuth, so z. B. die Nutzung des Schlosses Thurnau für das Forschungsinstitut für Musiktheater, die in Vorbereitung befindliche Einrichtung eines Tagungs- und Veranstaltungszentrums ebenfalls auf Schloss Thurnau, die Einrichtung der Forschungsstellen für Personalwesen und Führungslehre sowie für Raumanalysen, Regionalpolitik und Verwaltungspraxis im Langheimer Amtshof im möglichen Oberzentrum Kulmbach werden als beispielhaft für sinnvolle neue Nutzungsmöglichkeiten und damit langfristige Sicherung erhaltenswerter Baudenkmäler erkannt. Das Schloss Neudrossenfeld sollte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, der Terrassengarten erhalten bleiben und in den ursprünglichen Zustand versetzt werden. Weiterhin sollte der nähere Bereich um das Schloss (Kirche, Pfarrhaus sowie umliegende Häuser) als erhaltenswerter Bereich eingestuft werden; für das Schloss sollte eine öffentliche Nutzung angestrebt werden.

An Bodendenkmälern sind außer den Resten frühgeschichtlicher Befestigungsanlagen, die fast nur im Westen der Region auftreten, zahlreiche Gräberfelder, mittelalterliche Turmhügel und Burgställe in der gesamten Region vorhanden.

Diese Bodendenkmäler werden durch Eingriffe im Rahmen der Siedlungstätigkeit, des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur oder landwirtschaftlicher Maßnahmen oft in ihrem Bestand bedroht. Ihre Einbeziehung in die Naturparke oder in ähnliche Gebiete, in denen auch langfristig keine Veränderungen vorgenommen werden sollen, kann zur Bestandssicherung beitragen. Objekte, die in Ortschaften liegen, sollen in innerörtliche Erholungsflächen eingebunden werden.

Bisher bei weitem zu wenig bekannt ist die Bedeutung der historischen Park- und Gartenanlagen für das Aussehen unserer Kulturlandschaft. Zu einer Verbesserung des Bewusstseins in der Öffentlichkeit ist die Erfassung und Erforschung eine Grundvoraussetzung. Die Erhaltung dieser historischen Anlagen ist auch im Hinblick auf ihren Erholungswert von größter Wichtigkeit. Die Unterstützung der Vitalisierung und Pflege auch mit öffentlichen Mitteln wird angestrebt.       

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