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Regionalplan
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Begründung zu VI. - Bildungs- und Erziehungswesen, kulturelle Angelegenheiten
Zu 8.3 Spezialisierter höherer Bedarf
Zu 8.3.1

Die Bibliothek der Universität Bayreuth hat sich mit rd. 925.000 Bänden zur größten Bibliothek und zum Bibliothekszentrum der Region entwickelt. Sie ist Anlauf- und Versorgungsbibliothek für den spezialisierten höheren Bedarf und wird auch von Nutzern außerhalb der Universität aus der gesamten Region und aus Teilbereichen der angrenzenden Regionen beansprucht. Mit jährlich über 50 000 Bänden Zuwachs kann sie Bestellungen überwiegend aus eigenen Beständen erledigen. Sie stellt aber auch eine intensive Verbindung zum Netz der überregionalen Bibliotheken her und erschließt über die Fernleihe nationale und internationale Literaturbestände.

Während numerisch eine weitgehende Eigenständigkeit der Region in den nächsten Jahren erreichbar erscheint, bestehen Probleme in der dazugehörigen Infrastruktur, primär aus der personellen Ausstattung, die mit den stark gestiegenen Anforderungen nicht Schritt gehalten hat. Sie wird zunehmend zu einem Engpassfaktor für die Wirksamkeit der Universität Bayreuth. Die Bewältigung weitaus höherer Studentenzahlen, Funktionen in der wissenschaftlichen Regionalversorgung, die Versorgung neu aufgebauter Forschungsschwerpunkte und die seit Öffnung der Grenzen völlig neue Betreuung benachbarter bevölkerungsreicher und wirtschaftsstarker Gebiete mit Dienstleistungen im Informations- und Literaturbereich erfordern neben der Beseitigung des personellen Defizits umfassende Ausbaumaßnahmen. So sind die Unterbringungsmöglichkeiten für den Literaturzuwachs lediglich noch für knapp vier Jahre ausreichend. Die von der studentischen Überlast und von der Nachfrage aus Thüringen, Sachsen und der Tschechischen Republik besonders betroffene Teilbibliothek Rechts- und Wirtschaftswissenschaften muss ebenso berücksichtigt werden, wie der Bedarf an weiteren Lesesaalarbeitsplätzen für grenzübergreifende Aufgaben und Fortbildungsveranstaltungen. Für die Teilbibliotheken Sprach- und Literaturwissenschaften sowie für die Kulturwissenschaften werden auf dem Universitätsgelände neue Bibliotheksflächen benötigt.

Nachdem der Büchergrundbestand erst gut 60 % des Ausbauziels erreicht hat, ist insbesondere in den Geisteswissenschaften, in den nächsten Jahren noch die Beschaffung von rd. 420.000 Bänden erforderlich. In engem Zusammenhang mit der Leistungsfähigkeit steht die Beteiligung an dem entstehenden integrierten EDV-System der Hochschulbibliotheken. Im Interesse der Chancengleichheit muss sie ebenso sichergestellt werden wie die Einrichtung einer Informationsvermittlungsstelle für Datenbankrecherchen, die in besonderem Maße auch externen Nutzern zugute kommt. In den letzten Jahren sind an der Universität zusätzliche Forschungsschwerpunkte eingerichtet worden, für die Literaturbestände aufgebaut werden müssen und bibliothekarische Betreuung erforderlich ist. Das gleiche gilt für die im Zuge des weiteren Ausbaus der Universität angestrebten neuen Studien- und Forschungsschwerpunkte.           

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