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Regionalplan
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Begründung zu X. - Energieversorgung
Zu 4 Fern- und Nahwärme

Endenergie wird zu etwa zwei Drittel als Raum- und Prozesswärme benötigt und überwiegend durch den Einsatz von Heizöl erzeugt. Um mit weniger Öleinsatz die hohe Importabhängigkeit der Energieerzeugung zu verringern und die Umweltbelastung aus zahlreichen Einzelfeuerungen erheblich reduzieren zu können, ist es notwendig, verstärkt auch Nah- und Fernwärme zu nutzen, die auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt oder aus Abwärme gewonnen werden kann.

Für eine Versorgung kommen vor allem die Gebiete in Betracht, die nach ihrer Siedlungs- und Wirtschaftsstruktur einen hohen Wärmebedarf aufweisen und die über geringe Transportentfernungen erschlossen werden können. Dies sind in der Region vor allem die Mittelbereiche Hof, Pegnitz, Marktredwitz / Wunsiedel und Selb. Hier sollten im Rahmen längerfristiger Planungen für neue Wohn- und Gewerbegebiete Möglichkeiten einer zentralen Wärmeversorgung mit einbezogen werden.

Eine Nahwärmeversorgung durch Blockheizkraftwerke erlaubt es, die Vorteile der Kraft-Wärme-Kopplung auch dort zu nutzen, wo wie z.B. in den Stadt- und Umlandbereichen Bayreuth und Hof größere konventionelle Heizkraftwerke nicht oder nicht in absehbarer Zukunft verwirklicht werden können. Davon abgesehen bilden die in einzelnen Städten der Region bereits vorhandenen und geplanten Inselversorgungen durch evtl. kleinere Blockheizkraftwerke Ansatzpunkte für den weiteren Ausbau eines Fernwärmenetzes evtl. unter Einbeziehung weiterer Wärmeerzeuger, zum Beispiel der ansässigen Industrie.

Im Mittelbereich Marktredwitz/Wunsiedel ist mit dem Wärmekraftwerk Arzberg ein großer Wärmeerzeuger vorhanden, der in Teilräumen die Grundlage für Fernwärmenetze bilden kann.

Überlegungen bestehen im Mittelbereich daher für die Nutzung von Kraftwerkswärme zur weiteren Fernwärmeversorgung im Abschnitt Marktredwitz/Wunsiedel - Schirnding (Landesgrenze Tschechische Republik) der Entwicklungsachse von überregionaler Bedeutung. Hier sind grundsätzlich auch grenzüberschreitende Nutzungsmöglichkeiten für Fernwärme vorhanden, die wegen der größeren Zahl potentieller Abnehmer wirtschaftlich interessante Lösungen erwarten lassen. So hat die Stadt Eger Interesse an einer Fernwärmeversorgung aus dem Kraftwerk Arzberg bekundet. Auch im Mittelbereich Selb bestehen für die Nachbarstädte Selb und Asch günstige Voraussetzungen für eine grenzüberschreitende Fern- und Nahwärmeversorgung. Außerdem erscheinen auch in grenznahen Räumen der Mittelbereiche Hof und Naila gemeinsame Lösungen denkbar, die neben der Einsparung von Primärenergie auch einen Beitrag zur Verringerung von Umweltbelastungen leisten können.           

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