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Regionalplan
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Begründung zu X. - Energieversorgung
Zu 5.1 Erneuerbare Energien

Umweltschutz und langfristige Sicherung der Energieversorgung erfordern auf Dauer die Nutzung von umweltverträglichen Energiequellen, wie z.B. Wasserkraft, Sonnen- und Umweltenergie, Windenergie, Biomasse, Klärgas und Erdwärme, die erneuerbar oder nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich sind. Diese erneuerbaren Energien bilden die Grundlage für einen ressourcenschonenden Umgang mit Primärenergieträgern und tragen zur Klima- und Umweltentlastung bei. Für die Sicherung der Energieversorgung auch in der Zukunft gilt es deshalb, die Chancen, die die erneuerbaren Energiequellen bieten, sobald als technisch möglich und wirtschaftlich sowie ökologisch vertretbar, in der Region zu nutzen. Das Spektrum von Anwendungsmöglichkeiten ist sehr umfangreich und verlangt gezielte Prüfungen in bezug auf bestmögliche Einsatzgebiete. Dabei ist zu gewährleisten, dass gleichermaßen auch die möglichen negativen Auswirkungen für Natur und Landschaft bei den zur Anwendung erneuerbarer Energien eingesetzten Technologien beachtet werden. Dies wird insbesondere bei der Nutzung der Windenergie und der Wasserkraft deutlich.

Neben der Energiegewinnung aus Wasserkraft kommen in der Region vor allem die Nutzung von Abwärme aus dem Kraftwerk Arzberg und größeren Industriebetrieben, die Wärmerückgewinnung aus Abluft, Abwasser und Kühlprozessen sowie der Einsatz von Solaranlagen und Wärmepumpen zur Warmwasserbereitung und Raumheizung in Betracht.

Zunehmende Bedeutung erlangen die Windenergie, deren Nutzung innerhalb der Region im Ziel B X 5.2 mit Begründung näher festgelegt ist, und Verfahren zur Verwertung von Biomasse wie der verstärkte Einsatz von Brennholz (auch in Holzbrandfeuerungen kleinerer Leistungsstufen), die Verwendung von Biomasse aus Land- und Forstwirtschaft, die Erzeugung und Nutzung von Faulgasen aus Klärwerken oder Deponien sowie von Biogas aus der Landwirtschaft.

Größere landwirtschaftliche Betriebseinheiten mit Viehhaltung gibt es vor allem im Norden und Osten der Region. Hier sollen - auch zur Verminderung von Umweltbelastungen aus der Landwirtschaft - Möglichkeiten untersucht und realisiert werden, durch Biogas zu einer kostengünstigen Energieversorgung beizutragen. Die

Verwertung land- und forstwirtschaftlicher Biomasse, insbesondere von Schwachholz und Sägeresthölzern wie Spreißel, Schwarten und Hackschnitzel kann in der Region weiter ausgebaut werden. Vor allem in den waldreichen Gebieten der Region und bei den Sägewerken im Frankenwald und Fichtelgebirge fallen erhebliche Mengen an. Größere Bedeutung wird in diesem Zusammenhang deshalb dem Einsatz von Hackschnitzelheizwerken beigemessen, für die im Rahmen von Dorferneuerungen, touristischen Projekten oder neuen ländlichen Wohnsiedlungen Pilotprojekte realisiert werden. Die Nutzung dieser Energien kann neben der Einsparung anderer Primärenergieträger zur Entlastung der Umwelt beitragen, die vor allem im Norden und Osten der Region wichtig ist. Die natürlichen Wasserkräfte der Region werden weitgehend in Kleinkraftwerken genutzt. Die Nutzung der Wasserkraft ist aus Gründen der Versorgungssicherheit und der Preiswürdigkeit auch aus ökologischen Gesichtspunkten dann positiv zu beurteilen, wenn die im Restwasserleitfaden des Bayer. Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen angesprochenen Bedingungen eingehalten werden können. Aus diesem Grunde sollten dort, wo es ökonomisch und ökologisch vertretbar ist , die in der Region noch vorhandenen Wasserkraftreserven genutzt und die bestehenden Anlagen instand gehalten werden.            

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