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Regionalplan
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Begründung zu XI. - Wasserwirtschaft
Zu 3 Gewässerschutz, Gewässergüte, Abwasserbeseitigung
Zu 3.2

Die Oberläufe der Gewässer im Fichtelgebirge, Fränkischen Jura und Frankenwald durchfließen Landschaftsräume, die aufgrund ihrer landschaftlichen Vielfalt und Eigenart Erholungs- und Fremdenverkehrsgebiete sowie Naturparke sind. Diese Gewässer weisen im allgemeinen eine gute Wasserqualität auf. Um diese zu erhalten, sind auch an den gering belasteten Bächen Gewässerschutzmaßnahmen erforderlich.

Im Bereich des Fränkischen Jura ist die Gewässerdichte sehr gering. Weite Flächen, häufig auch Ansiedlungen, sind ohne oberirdische Gewässer, woraus sich im Hinblick auf die Abwasserbeseitigung besondere Probleme ergeben. Die vorwiegend aus dem Grundwasser gespeisten Fließgewässer des Jura, insbesondere die Wiesent mit ihren Nebenflüssen, besitzen wegen des starken Gefälles und des Chemismus des Wassers gute Selbstreinigungskraft und sind, mit Ausnahme einiger verschmutzter Oberlaufstrecken, im wesentlichen der Güteklasse II zuzuordnen.

Die Püttlach ist noch weitgehend unbelastet. Als wertvollste Fischereigewässer Oberfrankens sind die Salmonidengewässer des Fränkischen Jura im Interesse von Landschaft, Fischerei, Fremdenverkehr und Naherholung vor Abwasserbelastung zu schützen.

Aus Untersuchungen des Landesamtes für Umweltschutz geht hervor, dass die Abwässer aus der Chemischen Fabrik Marktredwitz (CFM) als wesentliche Ursache für stark erhöhte Quecksilbergehalte im Überschwemmungsgebiet von Kösseine und Röslau angesehen werden können. Durch diese sehr hohen Belastungen werden auch die an den beiden Gewässern liegenden Talauen und der Eger-Stausee Skalka, der zur Trinkwassergewinnung genutzt wird, stark belastet. Durch eine Sanierung der genannten Gewässer soll ermöglicht werden, dass die anzustrebende Güterklasse II möglichst rasch erreicht wird.