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Regionalplan
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Begründung zu XI. - Wasserwirtschaft
Zu 3 Gewässerschutz, Gewässergüte, Abwasserbeseitigung
Zu 3.3

Die Gewässergüte hat sich in den meisten Gewässern der Region infolge des stetigen Ausbaus der Abwasserbeseitigung bereits deutlich verbessert. Die ungünstigen natürlichen Vorflutverhältnisse erfordern jedoch die Einrichtung weiterer und die Erweiterung bestehender Kläranlagen auch in kleineren Orten sowie generell die Erhöhung des Anschlussgrades an mechanischbiologische Kläranlagen.

Allerdings können und sollen nicht alle Orte und Anwesen zentral entsorgt werden. Insbesondere gilt dies für die Bereiche entlang der Entwicklungsachsen in Richtung Sachsen und Thüringen, wo durch die rasche Bevölkerungszunahme infolge der Grenzöffnung die vorhandenen Kläranlagen bereits die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit erreicht oder überschritten haben bzw. die Gewässer in nicht vertretbarer Weise belastet werden.

Aus wasserwirtschaftlicher Sicht erscheint es zur Erreichung des Zieles darüber hinaus unerlässlich, auch auf eine Verringerung der diffusen Belastungen, insbesondere aus der Landwirtschaft, hinzuwirken. Die abwasserintensiven Industriebetriebe der Region sind oder werden größtenteils an kommunale Anlagen angeschlossen. Aus der Textilindustrie stammendes Abwasser lässt sich wirtschaftlich nur gemeinsam mit häuslichen Abwässern in größeren Kläranlagen reinigen.

Am Main zwischen Kulmbach und Mainleus, an der Sächsischen Saale und an der Selbitz verlaufen deshalb die Anschlusskanäle über große Entfernungen. Abwässer der feinkeramischen und der steinbearbeitenden Industrie sind im Nordosten der Region von Bedeutung. Abwässer aus metallverarbeitenden Betrieben, die über die Region verteilt auftreten, können bei unzureichender Wartung der Entgiftungsanlagen Schädigungen hervorrufen. Neben dem Bau mechanisch-biologischer Kläranlagen erfordern der Bau von Hauptsammlern sowie der Neu- oder Ausbau der Ortsnetze noch erhebliche Aufwendungen. An Main, Sächsischer Saale, Eger und Naab mit ihren Zuflüssen sind folgende bauliche Maßnahmen zur Verringerung der Abwasserbelastung dringlich:

Main mit Zuflüssen

  • Der Anschluss von Nachbargemeinden an die Kläranlage Bayreuth.
  • Der Anschluss von Nachbargemeinden an die Kläranlage Kulmbach.
  • Der Anschluss von Nachbargemeinden an die Kläranlage Stadtsteinach.
  • Die Erweiterung der Kläranlage Untersteinach.
  • Der Bau einer Kläranlage für den Raum Kupferberg-Ludwigschorgast.
  • Der Anschluss der Gemeinde Mistelgau an die Kläranlage Truppachtal.
  • Der Anschluss des Gemeindeteils Busbach der Gemeinde Eckersdorf und des Gemeindeteils Wohnsgehaig der Gemeinde Mistelgau an die Kläranlale und Nachbargemeinden.
  • Der Ausbau der mechanisch-biologischen Kläranlage Kirchenlamitz.
  • Die Errichtung von Abwasseranlagen im Einzugsgebiet der Sächsischen Saale unterhalb von Hof im Bereich der Gemeinden Berg und Köditz und für die Papierfabrik Macher, Brunnenthal.

Eger mit Zuflüssen

  • Der Neubau der Kläranlage Marktleuthen mit Sammler.
  • Der Ausbau der Kläranlagen Höchstädt b. Thiersheim und Thierstein.
  • Der Anschluss der Kleinzentren Thiersheim sowie Schirnding/Hohenberg a. d. Eger an die Kläranlage Arzberg.
  • Die Erweiterung der Kläranlage Wunsiedel.

Naab

  • Die Sanierung der oberen Fichtelnaab durch Erweiterung der Kläranlage Fichtelberg.
  • Die Erweiterung der Kläranlage Speichersdorf.