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Regionalplan
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Begründung zu XI. - Wasserwirtschaft
Zu 5 Abflussregelung
Zu 5.2 Flussbau, Teichbau, Landschaftspflege an den Gewässern
Zu 5.2.2

Im Jahre 1976 eingeleitete Teichbauprogramme sehen in Oberfranken den Neubau und die Instandsetzung von ca. 420 ha Teichen durch die Teichgenossenschaft Oberfranken vor. Darüber hinaus werden weitere Neubau- und Sanierungsmaßnahmen in geringerem Umfang aus teichwirtschaftlichen Erwägungen erforderlich sein. Dabei sollen Grenzertragsböden in geeigneter Lage nach Möglichkeit in Teichflächen umgewandelt werden, soweit nicht Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie der Wasserwirtschaft entgegenstellen. Auf Grenzertragsflächen stellt die Teichwirtschaft eine gute Alternative zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung dar. Teichflächen wirken sich im allgemeinen günstig auf das Kleinklima aus, tragen zum Wasserrückhalt bei, verbessern den Grundwasserspiegel und bewirken einen verzögerten, gleichmäßigen oberirdischen Abfluss. Darüber hinaus können Teiche das Landschaftsbild verbessern und den Erholungswert steigern.

Der Teichbau erfolgt unter Mitwirkung der Wasserwirtschaftsämter, des Fachberaters für Fischerei und der Naturschutzbehörden. Dadurch kann gewährleistet werden, dass nur an teichwirtschaftlich günstigen Standorten Teiche errichtet werden, die sich dann gut in das Landschaftsbild einfügen. Gleichzeitig ist es möglich, dass bei der Neuanlage oder Instandsetzung die sonstigen wasserwirtschaftlichen Belange berücksichtigt werden. Um günstigere Voraussetzungen für die fachliche Betreuung, eine wirtschaftliche Fischproduktion und Vermarktung zu erzielen, sollen Fischteiche schwerpunktartig ausgebaut werden. In der Region sind als Ausbauschwerpunkte insbesondere die Mittelbereiche Hof, Münchberg, Naila, Pegnitz und Selb, der Osten des Mittelbereichs Marktredwitz/Wunsiedel sowie die Nahbereiche Speichersdorf, Neuenmarkt/Wirsberg und Stadtsteinach vorgesehen. Von besonderer wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Bedeutung für die oberfränkische Fischzucht ist der vom Bezirk Oberfranken eingerichtete Beispielbetrieb in Aufseß.

Aus betriebswirtschaftlichen Gründen ist zu erwarten, dass die Teichbewirtschaftung teilweise intensiviert wird. Ein erhöhter Besatz bedingt verstärkte Fütterung und einen vermehrten Bedarf an Wasser. Dies bedeutet für die Vorfluter stärkere Befrachtung des Ablaufwassers mit biochemisch abbaubaren Stoffen. Die Ablaufwässer müssen erforderlichenfalls durch geeignete Verfahren gereinigt werden.