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Regionalplan
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Begründung zu I. - Natur und Landschaft
Zu 1 Landschaftliches Leitbild
Zu 1.4

Charakteristische naturnahe Biotope sind wertvolle Landschaftsteile, die häufig nicht oder nur extensiv genutzt werden; dies gilt insbesondere für diejenigen Biotope, die sich aufgrund der abgeschiedenen Lage an der ehemaligen Grenze zur DDR und der Grenze zur Tschechischen Republik weitgehend ungestört erhalten und entwickeln konnten. Ihre Hauptbedeutung liegt in ihrer Stabilität und der dadurch bedingten ökologischen Ausgleichswirkung auf andere Nutzungssysteme. Sie tragen zur biologischen, strukturellen und visuellen Vielfältigkeit bei, prägen damit den Charakter der regionstypischen Landschaften und verleihen diesen ihre hohe natürliche Erholungsleistung. In besonderem Maße dienen Biotope als Lebensraum bedrohter Pflanzen, Tiere und Lebensgemeinschaften und tragen so entscheidend zu deren Erhaltung bei. Da wichtige Abläufe im Naturhaushalt von den Wechselbeziehungen zwischen naturnahen Flächen untereinander abhängig sind, spielt die Vernetzung von Biotopen über die Landesgrenzen hinweg für die Gesamtökologie, also auch für ein gesundes Nebeneinander von naturnahen und intensiv genutzten Flächen, eine wichtige stabilisierende Rolle. Die weitgehend ungestörte Biotopentwicklung hat besonders störungsempfindlichen Arten, wie Schwarzstorch, Auerhuhn, Birkhuhn, Wiesenbrüter-Arten usw., letzte Rückzugsbereiche in den Grenzgebieten ermöglicht. Zur langfristigen Artenerhaltung sind möglichst stabile Populationsentwicklungen anzustreben. Die dringend notwendigen Sicherungs- und Pflegemaßnahmen sollen deshalb auf einen langfristigen Artenschutz ausgerichtet werden.

In der Biotopkartierung Bayern konnte keine flächendeckende Erfassung erfolgen. Sie wird gegenwärtig von den Naturschutzbehörden fortgeschrieben. Im Obermainischen Hügelland und der Nördlichen Frankenalb wird die relativ hohe Vielfalt unterschiedlicher Biotoptypen durch verschiedene Nutzungsansprüche gefährdet. Die Sicherung und Erhaltung der Biotope ist hier deshalb besonders zu berücksichtigen. In den weiteren genannten Räumen liegt der Anteil der Biotopflächen mit 2,9 Prozent an der Gesamtfläche deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 4,2 Prozent. Hier wird neben der Erhaltung eine Vermehrung der für Naturhaushalt und Artenschutz besonders wichtigen Laub- und Laubmischwälder, Hecken, Gebüsche und Feldgehölze angestrebt.

Begründungskarte 2: Naturräumliche Gleiderung

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