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Regionalplan
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Begründung zu I. - Natur und Landschaft
Zu 3.3 Landschaftsschutzgebiete
Landschaftsschutzgebiete und Schutzzonen in Naturparken, die die Voraussetzungen eines Landschaftsschutzgebietes erfüllen, werden nach Art. 10 und 11 BayNatSchG durch Rechtsverordnung festgesetzt. Die als Bestand in Karte 3 "Landschaft und Erholung" dargestellten Landschaftsschutzgebiete wurden meist nach dem Reichsnaturschutzgesetz festgesetzt. Alle Schutzgebietsverordnungen sind inzwischen an das Bayerische Naturschutzgesetz angepasst.

Die geplanten Landschaftsschutzgebiete und Schutzzonen der Naturparke Fichtelgebirge, Frankenwald und Steinwald sind in Karte 3 "Landschaft und Erholung" als zeichnerisch erläuternde Darstellung verbaler Ziele übernommen. Der endgültige Grenzverlauf wird durch die zu erlassenden Rechtsverordnungen festgesetzt.

Die Abgrenzung der Schutzzone für den Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst wird gegenwärtig ausgearbeitet.

Der Bestand an Landschaftsschutzgebieten wird nicht dem tatsächlichen Umfang schützenswerter Landschaftsteile gerecht. Dies wird deutlich aus ihrem geringen Anteil von 11,4 Prozent an der Regionsfläche im Vergleich zum Anteil der Flächen, der die Kriterien landschaftlicher Vorbehaltsgebiete erfüllt. Dieser liegt mit zirka 50 Prozent wesentlich höher. Durch die geplante Ausweisung von Schutzzonen in den Naturparken Fichtelgebirge und Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst sowie in naturschutzrechtlichen Verfahren bzw. Raumordnungsverfahren befindlicher und geplanter Landschaftsschutzgebiete werden jedoch die naturschutzrechtlich geschützten Flächen der Region wesentlich zunehmen. Als besonders schützenswert nach Art. 10 und 11 BayNatSchG werden die genannten und in Karte 3 "Landschaft und Erholung" dargestellten Landschaftsräume angesehen.

Sie haben besondere Bedeutung
  - für die Erhaltung oder Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts;
- wegen der Vielfalt, Eigenart und Schönheit des Landschaftsbildes;
- wegen ihrer besonderen Erholungseignung;
- für die Erhaltung der wenigen noch vorhandenen großflächigen, von Bebauung und lnfra- struktureinrichtungen nicht oder nur gering beeinträchtigten Landschaftsräume;
- als Landschaftsräume mit besonderen ökologischen Funktionen, z. B. klimatischer Ausgleich,
- Grundwassererneuerung, Artenschutz, in Teilflächen;
- zur Erhaltung ökologisch bedeutsamer naturnaher Fluss- und Bachläufe sowie Feuchtgebiete;
- für die Erhaltung größerer zusammenhängender Waldgebiete mit ihren wichtigen Funktionen für Naturhaushalt und Erholung.
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