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Regionalplan
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Begründung zu I. - Natur und Landschaft
Zu 4.2.5 Fließgewässer in vielfach engen, tief eingeschnittenen Tälern prägen in weiten Bereichen, insbesondere in den Naturparken und Fremdenverkehrsgebieten, das Bild der Landschaft. Damit hängen Landschaftscharakter, Naturhaushalt und Erholungseignung entscheidend von diesen Landschaftselementen ab. Gleichzeitig sind naturnahe Gewässer mit ihrer Ufervegetation und den zugehörigen Feuchtbereichen die ökologisch bedeutendsten Landschaftsräume als Lebensraum zahlreicher seltener, schutzwürdiger und bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Eingriffe aller Art, die sich auf den naturnahen Charakter, die Abflussverhältnisse oder den Grundwasserstand auswirken, müssen deshalb vermieden werden. Wegen ihres besonderen ökologischen Werts und als gestaltendes Landschaftselement sollen uferbegleitende Gehölze an den Fließgewässern erhalten und besonders an größeren Gewässerabschnitten ohne Gehölzsaum neu angepflanzt werden. Gleichzeitig ist natürlicher Uferbewuchs an nicht oder nur wenig beeinflussten Wasserläufen der funktionstüchtigste Uferschutz, da er sich selbst regulieren kann und ökologisch wirksam ist. Die Umwandlung von Grünland in Ackerflächen in den Überschwemmungsgebieten der Fluss- und Bachtäler hat zur Folge, dass bei Überschwemmungen der ungeschützte Boden abgeschwemmt wird. Aus Gründen des Boden- und des Gewässerschutzes muss dies vermieden werden. Daneben stellen die Grünlandflächen der Täler oft wertvolle Biotope dar und beeinflussen das Landschaftsbild entscheidend.
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