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Regionalplan
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Begründung zu I. - Natur und Landschaft
Zu 4.2.9 Mindestens fünf bis zehn Prozent eines Landschaftsraumes sollen ökologische Ausgleichsflächen sein. In intensiv genutzten Fluren sind die Wirkungen solcher Biotope, wie Erhaltung der biologischen Vielfalt, natürliche Regulierung, Klima- und Bodenschutz und Bereicherung des Landschaftsbildes, besonders wichtig. Die land- und forstwirtschaftliche Nutzung steht in enger Beziehung zum Natur- und Landschaftshaushalt. Die Eingriffe und die sich daraus ergebende mögliche Belastung zeigen eine enge Abhängigkeit zwischen Naturpotential und Nutzungsintensität. Stabilität und natürliche Ertragsfähigkeit können langfristig nur durch Ausnutzen der natürlichen Regelkräfte gesichert werden. Diese Mechanismen sind in hohem Maße durch ökologische Ausgleichsflächen aktivierbar, so dass eine möglichst große Vielfalt in der Landschaft notwendig ist.

Landschaftsgliedernde Elemente, wie Hecken, Feldraine und Gehölze einschließlich ökologischer Zellen, müssen deshalb auch in intensiv genutzten Fluren erhalten und vermehrt werden. Dabei ist auf die Ertragssicherung der landwirtschaftlichen Kulturflächen Rücksicht zu nehmen.

Die genannten Naturräume sind durch die intensive Landnutzung relativ wenig gegliedert und nur geringfügig mit Biotopen durchsetzt. Hier ist eine möglichst vielfältige Anreicherung vordringlich, die im Rahmen der Flurbereinigung, bei Straßenbaumaßnahmen und Rekultivierungen sowie bei forstwirtschaftlichen Planungen erfolgen könnte. Neben Feldgehölzen und Hecken sollten dabei auch Feucht-, Trocken- und Gewässerbiotope berücksichtigt werden.
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