Startseite  |  Impressum  |  Sitemap  |  Datenschutz
Regionalplan
Druckversion
Begründung zu I. - Natur und Landschaft
Zu 5 Die zunehmende Inanspruchnahme der Landschaft für Wohn- und Arbeitsstätten, Verkehrs- und Versorgungseinrichtungen sowie die Erhöhung der Nutzungsintensität haben zu Veränderungen und teilweise vermeidbaren Beeinträchtigungen der Landschaft geführt.
Art. 3 Abs. 2 BayNatSchG sieht deshalb vor, dass örtliche Erfordernisse und Maßnahmen zur Verwirklichung der Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege in Landschaftsplänen als Bestandteile der Flächennutzungspläne dargestellt werden. Darstellungen und Festsetzungen sind danach insbesondere für die Bereiche zu treffen,
- die nachhaltigen Landschaftsveränderungen ausgesetzt sind;
- die als Erholungsgebiete dienen oder als solche vorgesehen sind; Erholungsgebiete sind Landschaftsräume, die aufgrund ihrer Ausstattung mit erholungswirksamen, natürlichen und naturnahen Landschaftselementen sowie ihrer Vielfalt, Eigenart und Schönheit eine besondere Bedeutung für die Erholung in freier Natur haben. Hierzu zählen insbesondere die Landschaftsschutzgebiete, Naturparke und landschaftlichen Vorbehaltsgebiete sowie die Fremdenverkehrsgebiete der Region.
- in denen Landschaftsschäden vorhanden oder zu befürchten sind;
- die an oberirdische Gewässer angrenzen;
- die aus Gründen der Wasserversorgung unbeschadet wasserrechtlicher Vorschriften zu schützen und zu pflegen sind.
Einzelheiten zur Ausarbeitung von Landschaftsplänen und deren Förderung sind in Richtlinien für die Ausarbeitung und Förderung von Landschaftsplänen erhalten. Nach Art. 4 BayNatSchG können auch die unteren Naturschutzbehörden neben den jeweils betroffenen Fachplanungsträgern landschaftspflegerische und -gestalterische Maßnahmen, insbesondere auch im Vollzug des Regionalplans, durchführen. Unter Berücksichtigung von Art. 3 Abs. 4 BayNatSchG und der landschaftspflegerischen Ziele werden Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege besonders erforderlich für die Regionsbereiche, in denen
- sich eine verstärkte Siedlungsentwicklung abzeichnet oder regionalplanerisch erwünscht ist. Dies ist im wesentlichen in den zentralen Orten der Fall, in denen Maßnahmen zur Erhaltung der Wohn- und Lebensqualität besonders wichtig sind.
- Entnahmestellen zur Sicherung der Rohstoffversorgung vorgesehen werden oder in denen Aufschüttungen erfolgen. Hier werden landschaftspflegerische Maßnahmen besonders bei der Gewinnung von Zinnerzen im Norden der Region, von nichtmetallischen Rohstoffen, z. B. Sand und Kies in den Tälern von Main, Trebgast und Weißem Main, von Natursteinen im Fichtelgebirge, Frankenwald und der Fränkischen Schweiz, von Sandstein südwestlich Bayreuth oder von Diabas entlang der Fränkischen Linie erforderlich.
- durch den Bau von Infrastruktureinrichtungen, insbesondere von Verkehrswegen, Landschaftsveränderungen oder -beeinträchtigungen verursacht werden, wie im Naturpark Fichtelgebirge.
- der verstärkte Ausbau der Erholungsinfrastruktur zu erwarten oder vorgesehen ist, wie in den Naturparken.
- aufgrund intensiver Nutzungen eine geringere landschaftliche Vielfalt vorhanden ist und dadurch Gefährdungen des ökologischen Wirkungsgefüge bestehen.
Zurück