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Pressemitteilung des Regionalen Planungsverbandes Oberfranken-Ost:

Verbandsvorsitzender Dr. Harald Fichtner:

„Das Fichtelgebirge verträgt keine Stromtrasse“

Mit großer Verwunderung habe ich die mir zugesandten Pläne für den Trassenkorridor auf dem Gebiet des Regionalen Planungsverbandes Oberfranken-Ost zur Kenntnis genommen. An der Notwendigkeit einer leistungsfähigen Gleichstromtrasse von Nord nach Süd besteht in Zeiten der Energiewende kein Zweifel, allergrößte Zweifel bestehen jedoch bei der Frage, ob es notwendig ist, diese durch das Fichtelgebirge zu führen. Der Regionale Planungsverband hat bereits Ende des Jahres 2009 sinnhafte Kriterien für den Bau von Windkraftanlagen aufgestellt. Durch eine an zahlreichen Kriterien festgemachte Planung, die in den allermeisten Fällen im Dialog und in Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden und Bürgern durchgeführt werden konnte, war von vorneherein klar, die Höhenzüge des Fichtelgebirges und des Frankenwaldes von Windkraftanlagen frei zu halten. Dies war uneingeschränkter Konsens von allen Entscheidungsträgern auf dem Gebiet des Regionalen Planungsverbandes.

Diese Grundsatzentscheidung wird durch die nunmehr vorliegende Planung von Amprion konterkariert. Es ist nicht einsehbar, warum man die direkte in Nord-Süd-Richtung von Halle über Stadtroda, Schleiz und Hof, quasi auf direktem Wege entlang der A 9 südlich von Hof verlässt, dann Richtung Osten über Marktleuthen, Wunsiedel bis Arzberg abzweigt und schließlich über das südliche Fichtelgebirge und den Steinwald bis nach Pegnitz wieder auf dem direkten Wege weiter bis kurz vor Ingolstadt und dann nach Meitingen nördlich von Augsburg gelangt. Ich bezweifle, ob allein das Bündelungsgebot, welches Amprion durch die Einbindung einer bestehenden Trasse von Münchberg nach Wunsiedel erfüllt, eine ausreichende Begründung für einen derart großen Umweg darstellen kann. Ich bin sehr gespannt auf die Erklärung, die es bei der Informationsveranstaltung am 28. Januar 2014 seitens der Projektverantwortlichen hierzu geben wird. Ebenso wie der Regionale Planungsverband die Grundsatzentscheidung getroffen hat, in Landschaftsschutzgebieten keine Windkraftanlagen zu errichten, so darf es selbstverständlich in Landschaftsschutzgebieten auch keine über 60 Meter hohen Strommasten geben.

So wie die Vorranggebiete für Windkraftanlagen in den allermeisten Fällen in Konsens mit den betroffenen Gemeinden, deren Bürgermeistern und Bürgern erzielt werden konnten, so darf es keine Planung von Stromtrassen über die Köpfe der Menschen hinweg geben. Der Regionale Planungsverband Oberfranken-Ost hat lange vor den schrecklichen Ereignissen von Fukushima und der daraufhin beschlossenen Energiewende die Fortschreibung des Kapitels „Windkraft“ in die Wege geleitet. Das östliche Oberfranken ist mittlerweile bayernweit „die Windregion“. Im Verhältnis zu anderen Regionen Bayerns haben wir damit bereits jetzt einen großen Beitrag zum Gelingen der Energiewende erbracht.

Der Regionale Planungsverband Oberfranken-Ost wird sich, getragen von allen Landkreisen und Gemeinden, dafür einsetzen, dass das östliche Oberfranken nicht über Gebühr belastet wird.